Frauen und Ozeane

Sandy Thomalla - Geheimnisse des Südens

Quelle: ARD-Pressebild

Der aktuelle Teil der Dokumentationsreihe "Frauen und Ozeane" porträtiert die Südafrikanerin Dr. Sandy Thomalla. "Mein Vater hat versucht, mich davon abzuhalten Meeresbiologin zu werden. Er sagte: Am Ende wirst Du Dein Leben damit verbringen, Phytoplankton zu zählen." Und so ist es: Sie ist weltweit eine Vorreiterin in der Erforschung der Auswirkung des Klimawandels auf die für den Erhalt der Ozeane so wichtigen Einzeller.

Aktuell existierende Klimamodelle sind nicht aussagekräftig. Sie folgen noch zu groben Parametern und sind bisher fast nur mit Daten der nördlichen Erdhalbkugel versehen. Dabei ist das Südpolarmeer, insbesondere die stürmische Region um den 40. Breitengrad, die größte Kohlendioxid-Senke unseres Planeten.

Hier wird sich in den nächsten Jahrzehnten entscheiden, wie lange die Ozeane noch ausreichende Mengen des vom Menschen gemachten Klimagases puffern können und wann sie anfangen werden, dieses wieder in die Atmosphäre abzugeben. Phytoplankton ist ein entscheidender Faktor für die Fähigkeit des Meerwassers, Kohlendioxid zu speichern, aber durch die Übersäuerung der Meere nimmt sein Vorkommen stark ab.

Die visionäre Meeresbiologin hat weltweit die erste satellitengesteuerte Methode entwickelt, das Phytoplankton-Vorkommen im Südpolarmeer so differenziert zu ermitteln, dass Prognosen möglich werden. Im rekordverdächtigen El-Niño-Jahr 2015 / 2016 bricht sie auf zu einer Expedition, die sie an den Rand der Antarktis und durch die berüchtigten sogenannten Roaring Forties führt. Gemeinsam mit Meeresbiologen aus aller Welt sucht sie dort unter schwierigen Bedingungen nach Möglichkeiten zur Rettung unserer Ozeane. Film von Alexandra Sorgenicht

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 23.08.2019 um 05:45 Uhr auf phoenix.