360° Geo Reportage

Wilde Schweiz: Von Ringern und Schwingern

Quelle: ARD-Pressebild

Alle drei Jahre zelebrieren die Schweizer ihr größtes Sportereignis: die Schwingfeste - eine Art Ringen in Sägemehl. Schwingen, ursprünglich ein Sport der Bergbauern, ist längst in allen Gesellschaftsschichten der Schweiz angekommen und erfreut sich allergrößter Popularität. Schwinger sind wuchtige Kerle mit kräftigen Schultern, wiegen nicht selten um die hundert Kilogramm.

"Hosenlupf" wird die Sportart auch genannt - wegen der lustig anmutenden Zwilchhosen der Ringer.
Der Sieger des Eidgenössischen Schwingfests darf sich "König" nennen. Er bekommt keinen Pokal, sondern einen Stier - Geld und Ruhm sind ihm sowieso sicher.

Die Familie Barras betreibt seit Generationen ihren landwirtschaftlichen Betrieb auf den Höhen von Gruyère im schweizerischen Kanton Freiburg. Ein friedliches Paradies aus Pferden, glücklich grasenden Kühen und sanften Hügeln. Doch die Leidenschaft des Vaters und seiner drei fast erwachsenen Söhne gehört dem Raufen und Ringen - genannt Schwingen. Jede freie Minute verbringen die drei damit, ihre Kräfte zu messen, sich im Sand zu raufen und sich so auf die bevorstehenden Wettkämpfe vorzubereiten.

Der Ursprung des Schwingens liegt mehrere Jahrhunderte zurück, als die Bauern sonntags von den Bergen ins Tal kamen, um Spaß zu haben. Den haben sie immer noch, doch aus dem Freizeitvergnügen ist mittlerweile ein ernsthafter Sport mit festen Regeln und Ritualen geworden. Alle drei Jahre findet das große Eidgenössische Schwingfest statt, auf dem die besten Schwinger der Schweiz gegeneinander antreten. Werden es die drei Brüder schaffen, sich für dieses große Event zu qualifizieren? "360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 19.08.2019 um 09:30 Uhr auf arte.