

La Chaux-de-Fonds und Le Locle sind die Geburtsstätten der Schweizer Uhrenindustrie. Ihre Entwicklung wurde über Jahrhunderte bestimmt durch die Bedürfnisse des Uhrmacherhandwerks und der industriellen Produktion von Uhren. Bis heute zeigt sich dies in der urbanen Gestalt der Städte. In La Chaux-de-Fonds, der größeren der beiden Uhrenstädte, reihen sich in langen, geraden Straßen Gebäudeeinheiten an den Flanken des Tals. Sie sind immer nach dem gleichen Prinzip strukturiert: Straße, Gebäude, Garten, alles wurde konsequent nach dem Licht ausgerichtet, denn ausreichendes Tageslicht war unverzichtbar für das Uhrmacher-Metier.
Aus Kunsthandwerk wurde ein Industriezweig. Ein Strom von Zuwanderern aus der Deutschschweiz, dem Tessin, Frankreich, Italien und Deutschland suchte im Jura sein Glück. La Chaux-de-Fonds bewältigte einen beeindruckenden demografischen Zuwachs. Bis 1900 hatte sich das ehemalige Jura-Dorf zu einer Stadt mit 40.000 Einwohnern entwickelt, ein Ort mit moderner Infrastruktur und ungeheurer Produktivität. Mehr als die Hälfte der weltweiten Uhrenproduktion wurde damals allein in La Chaux-de-Fonds hergestellt. Es entstanden Industriegebäude mit angebauten Fabrikantenvillen. Film von Willy Meyer
Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 04.08.2019 um 06:45 Uhr auf Radio Bremen TV.