

Egal ob Hühner, Schafe oder Brillenbären - für die Tiere der DDR brechen in den 1950ern besondere Zeiten an. Die junge Republik will einen neuen sozialistischen Menschen erschaffen, und auch das Tier wird jetzt in den Dienst dieser Vision gestellt. Dr. Anett Laue hat das neue Mensch-Tier-Verhältnis der DDR untersucht und Erstaunliches herausgefunden. Nach dem Krieg herrscht überall Mangel, Fleisch ist streng rationiert. Da sind klassische Haustiere wie Hunde und Katzen nicht gerngesehen. Denn sie produzieren kein Fleisch, sondern wollen sogar damit gefüttert werden. Kleintierzüchter lösen das Problem. Deren Hühner, Tauben und Kaninchen helfen die Republik zu ernähren. Ein gutes sozialistisches Tier ist auch die Hündin Laika, die 1957 in den Weltraum geschossen wird und die sozialistischen Bruderstaaten an die Spitze der Raumfahrtnationen katapultiert. Den neuen Tierpark Berlin-Friedrichsfelde erschaffen Freiwillige. Staatliche Organisationen spendieren Eisbären oder Strauße, die Stasi Brillenbär
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 13.08.2024 um 03:00 Uhr auf arte.