

1978 - das Jahr, in dem Erich Honecker persönlich die einmillionste Wohnung in der Sattelitenstadt Marzahn übergibt. Dagmar Pohle erinnert sich an das Leben in der Großsiedlung. Auf den Ost-Berliner Straßen sieht man jetzt öfter ein Westauto: Die DDR importiert 10.000 VW Golf. Freddy Mercury rockt die Deutschlandhalle und die Queen besucht zum zweiten Mal West-Berlin. Hans-Christian Ströbele erzählt von der Gründung der taz und die Gebrüder Blattschuss besingen die langen Kreuzberger Nächte.
Kaum eine Stadt hat eine so spannende Geschichte wie Berlin. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wird im August 1961 die Mauer errichtet. 28 Jahre teilt sie die politischen Systeme und die Menschen in Ost und West. Berlin ist immer beides: Weltstadt und Kiez, Weltpolitik und Alltag, Schauplatz kleiner und großer Geschichten. All das ist festgehalten, Tag für Tag - in unzähligen Sendungen des Senders Freies Berlin (SFB) und des DDR-Fernsehens, jeweils unterschiedlich politisch gefärbt und kommentiert. Nach der Wiedervereinigung herrscht Aufbruchstimmung. Es soll zusammen wachsen, was zusammen gehört. Klingt gut, gestaltet sich aber oftmals nicht leicht. Film von Lutz Pehnert
Die Reihe "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt" zeigt den doppelten Blick auf West- und Ost-Berlin in 40 Folgen von 1961, dem Jahr des Mauerbaus, bis zum neuen Jahrtausend 1999, zehn Jahre nach dem Mauerfall. Die zweite Staffel über die 70er Jahre schaut auf ein Jahrzehnt im Aufbruch, zwischen Fortschrittsglauben und Tradition, Freizügigkeit und Prüderie.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 10.06.2019 um 06:30 Uhr auf RBB.