

Vor mehr als 2.000 Jahren flohen die ersten Christen ins zentralanatolische Hochland und kratzten sich ein Netz von Gängen, Kreuzungen und Stolperfallen in den weichen Tuffstein, weit mehr als 1.000 unterirdische Kirchen und Klöster, ganze unterirdische Städte, die zusammen zu den größten je von Menschenhand geschaffenen Höhlenkomplexen der Welt gehören.
Der Filmautor führt in diese zerfurchten, ruinengleichen Täler Kappadokiens, die bereits lange vor unserer Zeitrechnung als magischer Ort galten, als Hort der Götter und Geister. In grauer Vorzeit spuckten die beiden großen Vulkane Vorderasiens, der Eriyas Dagi und der Hasan Dagi, das gesamte kappadokische Hochland der heutigen Türkei aus den Eingeweiden der Erde. Einer alten seldschukischen Legende folgend schufen sich die Götter damit einen Spielplatz aus spitzigen Felskegeln, Domen und Pyramiden. Autor: Martin Thoma
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 03.06.2019 um 11:10 Uhr auf BR.