

Liljana Pumpalowa ist um halb sechs am Morgen schon auf ihrem Rosenfeld. Wenn die Sonne über den Bergen aufsteigt und die Blätter noch mit Tau bedeckt sind, ist der Ölgehalt der Blüten der Damaszener-Rosen am höchsten. In diesem Jahr wird sie mit ihrer Mutter und ihrer Tochter zum ersten Mal den eigenen Rosenschatz ernten.
Die drei Frauen leben in dem kleinen Dorf Turia im sogenannten Tal der Rosen. Die fruchtbare Ebene liegt zwischen dem Balkangebirge, das sich quer durch Bulgarien zieht, und der Bergkette Sredna Gora im Süden, die vor kalten Winden schützt. Das milde, sonnige Klima mit reichlich Niederschlägen und ein fruchtbarer Boden bieten die idealen Voraussetzungen für die Damaszener-Rose.
Im Frühjahr verwandelt sich das Tal in ein duftendes Meer in Rosa. Osmanische Herrscher brachten die Sorte Rosa damascena einst von Syrien auf die Balkanhalbinsel. Heute ist sie das Symbol Bulgariens. Die Damaszener-Rose ist keine langstielige Edelschnittblume, sondern eine Ölrose. Ihre Blüten enthalt
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 07.04.2019 um 09:30 Uhr auf MDR.