

"Alle gingen auf den Schwarzmarkt. Das war die Mitte der Gesellschaft, die da tätig war." Dieter Tasch aus Hannover hat den schwarzen Handel in der Nachkriegszeit erlebt. Er war einer von Millionen, die in den Jahren 1945 bis 1948 versuchten, mit dem heimlichen Warentausch über die Runden zu kommen.
In jeder norddeutschen Stadt blühte der Schwarzmarkt. Denn für viele war der illegale Warentausch lebensnotwendig. Die Lebensmittel waren knapp, die Produktion von Nahrungsmitteln lag nach dem Krieg am Boden. Und das wenige, was es gab, war rationiert. Vor allem die Menschen in den Städten hungerten. Alles was sie entbehren konnten, versuchten sie gegen etwas Essbares zu tauschen. An Bahnhöfen und Plätzen trafen sie sich zum Tausch, immer auf der Hut vor der Polizei und der britischen Besatzungsmacht, die den illegalen Handel unterbinden wollte.
Zu Tausenden gingen und fuhren Städter, Ausgebombte und Flüchtlinge aufs Land, um bei den Bauern ihr Hab und Gut gegen etwas Butter, Milch oder Kartoffeln einzu
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 06.04.2019 um 12:00 Uhr auf NDR.