

"Hier war früher ein großes Dorf mit 70 Familien", sagt Kaboua und deutet auf die leere, öde Fläche um ihn herum. Nur ein paar Palmenstümpfe erinnern daran, dass hier einmal Leben möglich war. Mittlerweile kann man den Ort nur bei Ebbe betreten, bei Flut steht alles unter Wasser. "Der Meeresspiegel steigt kontinuierlich und frisst unser Land. Die einzige Option für uns ist auszuwandern. Aber wir wollen hier in unserer Heimat bleiben."
Das Inselreich Kiribati mitten im Südpazifik zwischen Australien und Hawaii bildet den weltweit größten, nur aus Atollen bestehenden Staat. Nach Prognosen der Vereinten Nationen droht Kiribati aufgrund des Klimawandels im Meer zu versinken - bereits in 30 oder 40 Jahren könnte dieses Paradies verschwunden sein. Denn die Inseln erheben sich kaum mehr als zwei Meter über den Meeresspiegel. Viele Folgeprobleme des Klimawandels machen die Situation noch schwieriger. Deshalb bauen Teatata und seine drei Söhne, wie viele andere Bürger von Kiribati, Mauern aus Steinen, ab
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 15.04.2019 um 11:10 Uhr auf BR.