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Marathon hinter Mauern

Quelle: Pressebild

Das Gefängnis San Quentin in Kalifornien ist ein Mythos. Der Country-Sänger Johnny Cash machte es mit einem Konzert für die Gefangenen vor 50 Jahren weltbekannt. Lange galt San Quentin als brutalstes Gefängnis Amerikas. Immer wieder kam es hier wegen Überfüllung zu tödlichen Zwischenfällen. Ausgerechnet dieser berühmt-berüchtigte Knast übernimmt nun eine Vorreiterrolle für die US-Gefängnisreform, auf die sich Republikaner und Demokraten in einem seltenen Akt von Sachpolitik geeinigt haben. Die Haftbedingungen Gefangener, die sich in Gewahrsam der US-Bundesregierung befinden, sollen verbessert werden. Die Zahl der


Häftlinge soll reduziert werden.In San Quentin ist genau dies schon geschehen. Die Zahl der Häftlinge wurde von 5500 auf rund 4000 verringert. Außerdem bereiten zahlreiche Resozialisierungsprogramme die Gefangenen auf ein Leben nach dem Gefängnis vor. So gibt es einen Moment im Jahr, der sich beinahe wie Freiheit anfühlt - der Tag des "Marathon von San Quentin". 105 Runden rennen die Gefangenen im Gefängnishof, um die Marathon-Distanz zu absolvieren. USA-Korrespondent Jan Philipp Burgard berichtet über einen einzigartigen Lauf - in einem einzigartigen Knast.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 15.03.2019 um 17:15 Uhr auf PHOENIX.