phoenix history

Kindheit in der DDR

Quelle: ARD-Pressebild

einsam fragen sie sich: "Wie war das, als wir Kinder des Sozialismus waren?" Sie waren neugierig und verwundbar, angepasst und widerspenstig. Sie wollten oder sollten das neue, bessere Deutschland mit aufbauen und die sozialistische Zukunft gestalten. Erinnerungen an das ganz normale Leben Ost: Alltag im geteilten Berlin und Leben in der DDR Provinz, Familienausflüge und Freundschaften, West-Pakete und 8mm-Filme. Manche Väter kamen aus dem Krieg, andere setzten sich in den Westen ab. Sehr persönliche Filmepisoden atmen das Leben in Ostdeutschland und in dem geteilten Berlin jener Jahre.
ca. 00:45, 14:45, 03:45 & 04:45 Uhr Wir, Kinder des Sozialismus (2/2) Geschichten aus einem verschwundenen Land Film von Ralf Marschallek, Gabriele Denecke, Lars Barthelm Hannes Schönemann, Andreas Voigt, Thomas Knauf und Peter Kahane Die Filmemacher, eine Regisseurin und sieben Regisseure, kennen sich aus dem Studium an der Filmhochschule in Babelsberg, oder aus den DEFA-Studios. Für dieses Projekt kamen sie erneut zusammen. Mit unterschiedlichen Handschriften und künstlerischen Mitteln berichten sie von ihrem Leben in diesen Kindertagen, von ihrem kindlichem Stolz und jugendlichem Aufbegehren, von Hoffnungen und Enttäuschungen. Gemeinsam fragen sie sich: "Wie war das, als wir Kinder des Sozialismus waren?"
ca. 01:30, 15:30, 04:30 & 05:30 Uhr Trauma Umerziehung Heimkinder in der DDR Film von Angelika Schmidt-Biesalski Knapp eine halbe Million Kinder und Jugendliche in der DDR verbrachten zwischen 1949 und 1989 einen Teil ihrer Kindheit und Jugend in einem der vielen staatlichen "Normalkinderheime", "Spezialkinderheime" oder "Jugendwerkhöfe". Das Erziehungsziel: die "sozialistische Persönlichkeit". Viele ehemalige Heimkinder sind bis heute traumatisiert. Vier von ihnen sind bereit, sich für die Dokumentation zu erinnern und zu erzählen.
ca. 02:15, 16:15, 05:15 & 06:15 Uhr Wenn Mutti früh zur Arbeit geht Frauen in der DDR Film von Freya und Nadja Klier Waren Frauen in der DDR wirklich gleichberechtigt - oder lediglich auf dem Papier? Berufstätigkeit, Kind, Familie, erfüllte Partnerschaft, Selbstverwirklichung ... Waren das nicht ein paar Bälle zu viel, mit denen Frauen täglich jonglieren mussten? Am Spannungsverhältnis Berufstätigkeit und Kinderbetreuung scheiden sich bis heute die Geister. In Intervallen kocht das Thema hoch und damit auch die Emotionen: Kritik am Frauenprogramm der DDR mündet oft in undifferenzierte Verteidigung. Geht es gar um Kinder, stehen sich noch zusätzlich Ost und West gegenüber. Und wo blieben die Männer? Die Filmemacherinnen Freya Klier und Nadja Klier haben Frauen aus verschiedenen DDR-Generationen um ihre Erinnerungen gebeten, aus Stadt und Land. Sie haben aufschlussreiche Sendungen des DDR-Fernsehens herangezogen und die entscheidende Fach-Frau, Prof. Dr. Hildegard Maria Nickel von der Humboldt-Universität Berlin, um Einschätzungen gebeten. Auch Männer bleiben endlich nicht mehr völlig ausgespart aus der Debatte.
In "phoenix history" erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 15.03.2019 um 04:00 Uhr auf PHOENIX.