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phoenix persönlich

Hélène Miard-Delacroix (Historikerin) zu Gast bei Michael Krons
Samstag, 26.01.2019 00:00 Uhr
PHOENIX
Samstag
26.01.2019
00:00 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Weltweit gebe es keine Nachbarländer, die sich in der Vergangenheit derart lange bekriegt haben und es dennoch geschafft haben, ein derart enges Freundschaftsverhältnis zu entwickeln wie Deutschland und Frankreich, so die französische Historikerin und Politikwissenschaftlerin Hélène Miard-Delacroix im Gespräch mit Michael Krons in "phoenix persönlich". Beide Länder hätten es geschafft, "ein Netzwerk auf die Beine zu stellen und eine Art Intimität durch steten Austausch der Jugend, aber auch in der Zivilgesellschaft und den unterschiedlichen Verwaltungen zu schaffen", sagt Hélène Miard-Delacroix. Die deutsch-französische Freundschaft könne deshalb Vorbild sein.

Dennoch müsse das Tandem auf politischer Ebene sensibel agieren: "Denn das ist das Widersprüchliche an dieser Beziehung, dass das bilaterale Verhältnis eine Zugkraft haben muss, ohne den anderen Völkern den Eindruck zu geben, dass man als Direktoren des Ganzen, als Besserwisser die anderen ausblendet."

Miard-Delacroix warnt jedoch auch davor, die Freundschaft beider Länder als zu selbstverständlich anzusehen. Die Gefahr und das Tückische an Erfolgsgeschichten wie diesen bestehe darin, dass es banal werde. Daher seien neue Impulse wie der jüngst geschlossene Aachener Vertrag in der Zusammenarbeit von großer symbolpolitischer Bedeutung.

In der Sendung "phoenix persönlich" spricht Michael Krons mit Hélène Miard-Delacroix über die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft und über ihr persönliches Interesse an Deutschland. Hélène Miard-Delacroix hat seit 2008 den Lehrstuhl für Zeitgeschichte und Kultur Deutschlands an der Universität Paris-Sorbonne inne.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 26.01.2019 um 00:00 Uhr auf PHOENIX.