

Wer sich im Winter auf Skipisten oder Loipen bewegt, begegnet den großen roten Pistenwalzen. Die Pistenbullys der Firma Kässbohrer sorgen dafür, dass Skihänge und Langlaufloipen bei jedem Schnee perfekt präpariert sind. Die großen Maschinen stecken voller neuer Technik und sind bis zu 500 PS stark. Kleine und große Kinder träumen davon, einmal einen solchen Pistenbully steuern zu dürfen. Ein Fahrzeug, das eben auch "sexy" ist, sagt Jens Rottmair, Vorstandssprecher der Kässbohrer Geländefahrzeug AG.
Die Pistenbullys des Weltmarktführers werden in Laupheim in der Nähe von Ulm hergestellt. Mit Omnibussen wie dem legendären Setra fing alles an. Diese Sparte ist inzwischen verkauft. Doch mit dem Know-how tüftelten die schwäbischen Erfinder ab den 1970er Jahren an Pistenwalzen.
Kässbohrers Pistenbullys sind auf allen Kontinenten zu finden. In Chile, Japan, Skandinavien, der Antarktis, den Alpen und im Schwarzwald kommen sie zum Einsatz.
Doch das Geschäft mit den Pistenwalzen wird härter. Der Klimawandel hinterlässt seine Spuren auch in der wirtschaftlichen Bilanz. Kleinere Skigebiete stellen wegen Schneemangels den Betrieb ein. Andere Gebiete berechnen genau, wie viel sie in künstliche Beschneiung oder in den Fuhrpark stecken müssen - eine Herausforderung für die Konstrukteure in Laupheim. Mithilfe eines satellitengestützten Navigationssystems können die Pistenbully-Fahrer mittlerweile genau erkennen, wie dick oder dünn eine Schneedecke im Skigebiet ist. So modelliert das Fahrzeug sportliche Snowboard-Strecken und unterstützt zudem die Liftbetreiber auch im Schneemanagement.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 03.01.2019 um 07:35 Uhr auf SR.