Am Fuße der französischen Pyrenäen befindet sich eine der ältesten und beeindruckendsten Festungen Europas: Carcassonne. Über Jahrhunderte bauten verschiedene Herrscherhäuser diese Burg zu einer der größten Wehranlagen Europas aus. Der Reichtum, der dies ermöglichte, speiste sich dabei immer aus der spektakulären Natur der Region. Die urbaren Böden und die Sonne Südfrankreichs ermöglichten den Menschen seit jeher reiche Ernten. Salz vom nahen Mittelmeer und eine römische Handelsstraße am Fuße der hohen Bergkette machten die Herrscher der Region reich. Gleichzeitig entstand in diesem Naturparadies eine christliche Bewegung, die Bescheidenheit nicht nur predigte, sondern auch lebte: Die Katharer bauten noch nicht einmal eigene Kirchen, sondern nutzten die Natur selbst als ihr Gotteshaus - und wurden für diese Ketzerei gnadenlos von der katholischen Kirche verfolgt. Noch heute leben in den Bergen um Carcassonne Bären, im Fluss Aude gibt es seltene Wasservögel und in den Gemäuern der Burg wohnen Echsen und Raubvögel.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 24.12.2018 um 16:25 Uhr auf Phoenix.