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Australiens Nationalparks

Kakadu Nationalpark
Mittwoch, 31.10.2018 11:05 Uhr
arte
Mittwoch
31.10.2018
11:05 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Der Gebirgszug der MacDonnells erstreckt sich einige Hundert Kilometer in west-östlicher Richtung durch das ansonsten vollkommen flache, wüstenartige Zentrum Australiens. Nur die berühmten abgeschliffenen Sandsteinkuppen von Kata Tjuta und Uluru, auch "The Olgas" und "Ayers Rock" genannt, ragen noch aus dieser riesigen Ebene heraus. 1992 wurde die Bergkette auf ihrer gesamten Länge zum West-MacDonnell-Nationalpark erklärt. Immer wieder wird das vor 350 Millionen Jahren entstandene Gebirge von Flussläufen durchschnitten, der bekannteste von ihnen ist der Finke River, eines der ältesten Flusssysteme der Welt.
Den markanten Einschnitten des Gebirgszuges sieht man ihre mythische Bedeutung auf den ersten Blick an. Für die Ureinwohner Australiens spielt die Mythologie immer noch eine wichtige Rolle. Rungutjirpa war der Name der Aranda-Aborigenes für das Simpson's Gap. Sie hielten das spektakuläre Felsentor für das sagenhafte Heim einer Gruppe von Riesen, die aus der Zeit Gondwanas, des geologischen Urkontinents, stammen. Das Land war immer der Freund der Aranda-Aborigenes. Von ihm gingen Kraft und Nahrung aus. Als Leckerbissen galten die Honigameisen, die manchmal die einzige Möglichkeit einer vitaminhaltigen, süßen Nahrung boten. Diese Art der Ernährung nennt man in Australien "Bush Tucker"; damit sind Nahrung und Medizin aus der Natur gemeint.
Ein Experte für Bush Tucker ist der Botaniker Peter Latz. Er wuchs in Hermannsburg auf, einer Missionsstadt am Südrand der West Macs. Seine Jugendfreunde waren Aborigenes der Aranda, deren Sprache er beherrscht. Er nutzte seine Heimatregion als Experimentierfeld, um die Feuerempfindlichkeit der einheimischen Gräser, Büsche und Bäume zu erforschen. Nun führt er das Filmteam durch die Region. In spektakulären Aufnahmen der Abbruchkanten, Krater und eigenwillig geformten Landschaften lässt sich der Charakter dieser einzigartigen Landschaften erkennen. Für die Aborigenes sind sie allesamt Spuren der mythischen Regenbogenschlange aus der spirituellen Traumzeit, die durch die Erklärungen und Anekdoten des Botanikers Peter Latz auch dem Europäer verständlich werden.
Australien ist der älteste Kontinent der Erde. Seit Millionen von Jahren vom Rest der Welt isoliert, gedeihen dort einzigartige Pflanzen und Tiere. Die fünfteilige Reise durch spektakuläre Nationalparks führt in die Wildnis Australiens. Das Kamerateam durchquert üppigen Regenwald und besteigt schneebedeckte Berge, taucht mit Walhaien durch Korallenriffe, sucht in den tasmanischen Wäldern nach den letzten Beutelteufeln und beobachtet Rote Riesenkängurus in der Wüste.
Grasland, Heidelandschaft, Regenwald, Wüste und schroffe Berge - die Wildnis Australiens hat viele Gesichter. Die fünfteilige Dokumentationsreihe führt durch ganz verschiedene Regionen des fünften Kontinents. Filmemacher Peter Moers hat auf seiner Reise Menschen besucht, die sich der Einsamkeit und Wildheit des Landes stellen und der sengenden Dürre, den Buschfeuern und anderen Widrigkeiten gewachsen sind. Sie sehen das Outback nicht als lebensfeindlich. Es dient vielmehr als Nahrungsquelle und Apotheke. Sogar heftige Überflutungen können für bedrohte Tierarten ein rettender Segen sein.Die in HD gedrehte hochwertige Reihe bietet spektakuläre Luftaufnahmen. Eingefangen von speziellen Helikopterkameras, liefern sie nicht nur einmalige Weitwinkelbilder von Landschaften, sondern auch beeindruckende Nahaufnahmen von Tieren und vermitteln einen bisher völlig unbekannten Blick auf diesen abgelegenen Erdteil.



Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 31.10.2018 um 11:05 Uhr auf arte.