

In Demitz-Thumitz liegen die steinharten Themen gleich tonnenweise auf der Straße. Die Bürger präsentieren stolz ihre Gärten voller Steinpilze. Nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen ihre Kirchen. Natürlich aus Granit. In Häusern mit Granitsockeln backen die Hausfrauen leckere Pflastersteine. Steinerne Monumente erinnern an harte Arbeit, sonnige Tage, Krieg und Frieden. Steinzeit, wohin das Auge blickt.
Warum Steinbrucharbeiter Sauerkraut weniger mögen als Steinsalz, Granit wie Eisen rostet und Granitfusel merkwürdig klappert, erfährt "Unterwegs in Sachsen"-Moderatorin Beate Werner auf dem steinigen Säufersteg.
Den Stein ins Rollen brachten die Erbauer des mächtigen Viaduktes. Sie fanden graumelierte Felsbrocken. "Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess' ich nimmer", reimte ein Schulmeister, damit die lieben Kleinen sich gut merken, woraus Granit besteht. Wer sich an ihm nicht die Zähne ausbeißen wollte, musste kraftvoll zupacken. Generationen von Steinbrechern zerteilten rund um den Klosterberg die steinreiche Heimat in Pflastersteine und Bauquader. Heute liegen sie auf Deutschlands Straßen oder stecken im Münchner Olympia-Stadion. Seit alle verwertbaren Granitbrocken verbaut sind, laufen die verlassenen Brüche mit türkisfarbenem Wasser voll. In der Abendsonne liegt über allem ein Hauch Grand Canyon. Das regionale Reise-Journal - Zuhause ist es am schönsten - finden die Unterwegs-Moderatorinnen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Und deshalb ist die Sendung eine Fundgrube für Leute, die in Mitteldeutschland neue Attraktionen, spannende Geschichten und pure Idylle erleben wollen. Entdeckungen, die nicht in jedem Reiseführer stehen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 03.11.2018 um 18:15 Uhr auf MDR.