

Das "hunderttorige" Theben (Königsstadt), am Ostufer des Nil gelegen, beherrschte vier Jahrhunderte lang Ägypten und war zeitweilig Zentrum des östlichen Mittelmeerraumes. Die Stadt erlebte ihre Blütezeit während der 18. Pharaonendynastie, als die Herrscher des Neuen Reiches ihren unermeßlichen Reichtum zur Verschönerung ihrer Residenz verschwendeten.
Theben verfiel, weil aus getrockneten Schlammziegeln gebaut. Geblieben sind nur die Tempel aus Stein: Der Luxor-Tempel und die riesige Tempelstadt von Karnak mit dem größten Sakralbau der Welt: dem Amun-Tempel. Der Luxor-Tempel mit seinen zahlreichen Reliefs und riesigen Statuen Ramses II. (zweitwichtigstes Heiligtum von Theben, dem Gott Amun geweiht) ist durch eine 3 km lange, von Sphingen gesäumte Allee mit Karnak verbunden.
Die Pharaonen des Neuen Reiches, unter ihnen auch Ramses II., fanden ihre letzte Ruhestätte in der Totenstadt westlich des Nils. 1979 wurden die zum alten Theben gehörigen Tempelanlagen zum Weltkulturerbe erklärt.
Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 09.09.2018 um 19:15 Uhr auf ARD alpha.