

Feuerwehrmann Reinhold Zitzlsperger hat vor rund 15 Jahren mit zwei Kollegen die Einrichtung einer psychologischen Betreuung durchgesetzt. Davor haben Feuerwehrleute einfach verdrängt, nicht selten auch mithilfe von Alkohol, womit sie immer wieder konfrontiert werden: Selbstmörder aus dem U-Bahn-Bett bergen, Kinderleichen, verzweifelt schreiende Verwandte, die eigenen Todesängste.
Heute erklärt Reinhold Feuerwehrleuten, wie sie Belastungssymptome erkennen und in den Griff bekommen. Dadurch ist ihre Arbeit leichter, humaner geworden. Reinhold macht den Kollegen Mut, sich Schwächen einzugestehen und Grenzen zu ziehen. Doch daran, sich selbst Überforderung einzugestehen, scheitert Reinhold beinahe im Privatleben.
Zehn kraftraubende Jahre versuchen er und seine Frau Ulrike, zwei Pflegekindern ein intaktes Familienleben zu bieten. Die Kinder reagieren häufig mit Aggression auf die Bemühungen des Ehepaars. Es dauert lange, ehe Reinhold und Ulrike einsehen können, dass es nicht mehr geht. Als die beiden 17 und 15 Jahre alt sind, bitten Reinhold und Ulrike schweren Herzens das Jugendamt, die Jugendlichen anders unterzubringen. Jahrelang macht sich das Paar Vorwürfe: Hätten sie nicht doch noch mehr tun können? Und dann hören sie eines Tages wieder von den beiden Jugendlichen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 10.07.2018 um 04:40 Uhr auf BR.