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Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Die Felsgravuren von Twyfelfontein, Namibia - Verschlüsselte Botschaften aus Stein
Samstag, 23.06.2018 08:30 Uhr
SR
Samstag
23.06.2018
08:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

"Der Elefant ist kein Elefant". Natürlich ist es das Abbild eines Elefanten, das man auf Felsbildern in Twyfelfontein entdecken kann. Doch welche Bedeutung hatten der Elefant und all die Tiere für die Buschmänner, die diese Gestalten in riesige Sandsteinblöcke schlugen? Die Archäologen rätseln noch immer über Sinn und Zweck dieser größten Sammlung von Felsgravuren in Afrika.
Geheimnisumwittert und erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt, locken die namibischen "rock engravings" heute viele Besucher in die menschenleere Gegend im Nordwesten Namibias.
2.500 Felsgravuren, hat man 800 Kilometer von Windhoek entfernt in einem abgelegenen Tal gefunden, die ältesten sind 5.000 Jahre alt. Twyfelfontein ist eine archäologische Sensation und wurde als erster "Schatz" in Namibia in die Welterbeliste der Unesco aufgenommen. Dass diese Felsritzbilder über Jahrtausende so gut der Verwitterung widerstanden haben, liegt an einer Besonderheit des Sandsteins - er enthält eine Eisenoxidschicht, die an die Oberfläche tritt, erhärtet und so die eingeritzten Figuren konserviert. Diese Schicht gibt dem Stein auch den besonderen roten Farbton.
Die Natur hatte in Twyfelfontein den Vorfahren der heutigen Buschmänner mit den riesigen glattflächigen Sandsteinen ideale Zeichenflächen geboten, die sie mit härteren Steinwerkzeugen bearbeiten konnten. Doch an den Steilhängen des Talkessels sind die Bilder nicht mühelos zu entdecken, der Weg führt durch Geröll und große Felsformationen über gewundene Pfade und steile Stufen bergauf. Und plötzlich steht man vor einem der großen steinernen Zeichenblöcke, auf denen die namenlosen Künstler der Steinzeit Tiere, ihre Hufspuren, oder Abbildungen ihrer Pfoten eingravierten. Steht man vor einem Naturkundelehrbuch oder vor Kunstwerken?
Man kann auch merkwürdige Kreise, abstrakte Figuren und Gravuren menschlicher Fußabdrücke sehen. Einige Archäologen sind der festen Überzeugung, dass es sich bei den Zeichnungen um Zeichen von größerer Bedeutung handelt. Sie vermuten, dass die Gravuren für die Menschen, die einst hier lebten, Symbole für überirdische Mächte waren, dass es sich um einen Ausdruck des spirituellen Lebens handelt. Beweise für ihre Theorien kann die Wissenschaft nicht geben, doch der Besucher spürt die magische Wirkung des Ortes.
Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 23.06.2018 um 08:30 Uhr auf SR.