

Australien ist der älteste Kontinent der Erde. Seit Millionen von Jahren vom Rest der Welt isoliert, gedeihen dort einzigartige Pflanzen und Tiere. Die fünfteilige Reihe durch spektakuläre Nationalparks führt in die Wildnis Australiens.
Im Südosten des fünften Kontinents liegen die Australischen Alpen. Sie werden durchschnitten vom Snowy River, an dessen Ufern Wildpferde, die Brumbies, leben. Der Nationalpark Australische Alpen erstreckt sich über drei Bundesstaaten.
Rund um den Mount Kosciuszko schneit es im Winter regelmäßig. Dort lebt der Bergbilchbeutler, Australiens einziges Beuteltier, das Winterschlaf hält und Vorräte anlegt. Nach der Schneeschmelze benötigt das hamstergroße Tier reichhaltige Nahrung, die in erster Linie aus Bogong-Faltern besteht. Doch durch die Klimaveränderung steht das nahrhafte Futter zunehmend seltener zur Verfügung. Wenn der Schnee bereits vor der Ankunft der Bogong-Falter schmilzt, müssen die Bergbilchbeutler verhungern.
Einst waren Wildpferde, die Brumbies, die Reitpferde der australischen Cowboys. Inzwischen sind sie zur Plage für die Nationalparks geworden, weil sie mit ihren harten Hufen den Boden zerstören. Als sie von der Parkleitung vorübergehend zum Abschuss freigegeben wurden, war die öffentliche Empörung groß. Nun werden die Brumbies mit viel Aufwand eingefangen und verkauft, doch das reduziert den Bestand kaum. Glen Symonds und seine Frau Julie nehmen eingefangene Brumbies auf und bilden sie mit viel Geduld und Mühe zu Reitpferden für Kinder aus.
Im Frühjahr, wenn auf den Bergkuppen noch Schnee liegt, kann man dem lautstarken Ritual des Leierschwanzvogels lauschen, der sämtliche aufgeschnappte Vogelstimmen nachzuahmen weiß, oder Graue Riesenkängurus sichten, die auf den hochalpinen Almen Gras fressen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 31.05.2018 um 11:10 Uhr auf BR.