

Spanien zählt zu den beliebtesten Reisezielen auf der Welt. Doch Badestrände, Flamenco und weltberühmte Städte wie Sevilla und Granada sind nur eine Seite Spaniens. Denn zwischen der rauen Atlantikküste im Norden und der sonnenverwöhnten Mittelmeerküste im Süden findet sich eine Artenvielfalt, die in anderen Regionen Europas selten geworden ist.
Der Zweiteiler "Wildes Spanien" porträtiert die extrem abwechslungsreiche Natur vom grünen Norden zwischen Galizien und dem Baskenland und dem Süden zwischen Andalusien und der Extremadura.
Zwei Jahre lang dauerten die Dreharbeiten auf der Iberischen Halbinsel. Der Naturfilmer Hans-Peter Kuttler setzte hochstabilisierte Cineflex-Kameras und Oktokopter für die Flugaufnahmen, Kameraschienen sowie Unterwasser- und Zeitlupenkameras ein, um die Natur und Tiere vom Atlantik bis zum Mittelmeer eindrucksvoll zu porträtieren.
Der erste Teil "Wildes Spanien - Der atlantische Norden" zeigt ein liebevolles und visuell opulentes Porträt einer Region, die viele nur wegen des berühmten Pilgerpfades Jakobsweg kennen, die aber viel mehr zu bieten hat.
Von den Schilfgebieten im Baskenland, über die fantastische Welt des Kantabrischen Gebirges bis nach Galizien mit seinen spektakulären Küsten: Das ist die Wildnis Nordspaniens, die eine ungeahnte Vielfalt bietet und dem Besucher die eher unbekannte Seite Spaniens zeigt. Rothirsche tragen inmitten von Feuchtgebieten während der Brunft ihre erbitterten Kämpfe aus, bis das Wasser um sie herum zu brodeln scheint.
Das Kantabrische Gebirge ist Lebensraum von rund 140 Kantabrische Braunbären, der größten Bärenpopulation Westeuropas. Weibchen streifen mit ihren Jungtieren auf der Suche nach Futter umher. Männliche Bären und steile Berghänge sind für die Bärenjungen eine ständige Gefahr. Beobachtet werden sie dabei von schillernden Blaukehlchen, die ihre Reviergrenzen gegen Rivalen verteidigen.
Oberhalb der Baumgrenze ist das Reich der Kantabrischen Gämsen. Sie teilen sich ihren Lebensraum mit dem farbenprächtigen Mauerläufer, einem überaus selten vorkommenden Vogel in der Hochgebirgsregion.
Der asturische Feuersalamander ist der Einzige seiner Art mit einer komplett gelben Färbung. An Bachufern geht er auf Beutefang. Die zahlreichen Bäche des Gebirges fließen in den Atlantik, wo Pottwale und Riesenhaie leben.
Der raue Norden hat die Menschen der Region geprägt. Der Film begleitet einen Bergbauern im Nationalpark Picos de Europa, der noch traditionelle Viehwirtschaft betreibt, und einen Entenmuschelsammler an der Costa da Morte, der den vielleicht gefährlichsten Job der Welt hat. Beiden gemein ist, dass sie ihre Heimat nie gegen ein Leben in der Großstadt eintauschen würden. Film von Hans-Peter Kuttler
Zweiter Teil: 09.05., 20.15 Uhr
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 02.05.2018 um 20:15 Uhr auf NDR.