Dokumentationen:
* Geheimnisse der Weimarer Republik (1/3): 1918-1923: Schwierige Geburt
Die Weimarer Republik war zweifellos ein Aufbruch in die Moderne, hatte aber zu viele Gegner, die die Uhr wieder in die Vergangenheit zurückstellen wollten.
Die Mehrheit der Deutschen war noch nicht reif für eine Demokratie. Viele waren verbohrt in ihren Weltanschauungen. Die autoritäre Kaiserzeit und der Erste Weltkrieg hatten die Männer zu kriegerischen, gewaltsamen Lösungen erzogen.
Sie waren nicht fähig zum in der Demokratie üblichen Ausgleich und Kompromiss. Ein Freund-Feind-Denken beherrschte die Köpfe und mündete in Saal- und Straßenschlachten. Ein Gefühl des ständigen Bürgerkriegs und einer ständigen Bedrohung durch den Gegner bedrückte die Menschen. Eine gespaltene Republik.
Ein Film von Ulrich Weis
* Geheimnisse der Weimarer Republik (2/3): 1924 - 1929: Schöner Schein
Von 1924 bis 1929 konnte die Weimarer Republik noch einmal Luft holen. Die Einführung der Rentenmark vertrieb das Gespenst der Inflation. Die Reparationen wurden im Dawes-Plan gemindert.
Die Wirtschaft florierte und die Politik war bei allen Anfeindungen der Republikgegner relativ stabil. Reichspräsident Friedrich Ebert hielt im Berliner Lustgarten eine Rede vor Ehrenformationen der Reichswehr und warb für Toleranz.
1925 kehrte Deutschland auf die internationale Bühne zurück. Außenminister Stresemann verhandelte in Locarno. In den Verträgen von Locarno schrieben Deutschland und die Alliierten die durch den Versailler Vertrag neu gezogenen Grenzen fest. 1926 wurde Deutschland in den Völkerbund aufgenommen. Gustav Stresemann und der französische Außenminister Aristide Briand erhielten im gleichen Jahr den Friedensnobelpreis.
Ein Film von Uli Weis
* Geheimnisse der Weimarer Republik (3/3): 1929 - 1933: Der Weg in den Abgrund
Die Phase der relativen Stabilität endete 1929 jäh mit dem Crash an der New Yorker Börse, der sich zur Weltwirtschaftskrise ausweitete.
Amerikanische Kredite wurden zurückgerufen. Es kam zum Bankencrash. Schlangen aufgeregter Menschen sammelten sich vor den Banken und forderten die Auszahlung ihrer Ersparnisse. Die Wirtschaft brach zusammen, die Arbeitslosigkeit stieg. Die Straßen wimmelten von Menschen, die Arbeit suchten.
Man könnte sagen, dass die Extremisten die Republik so lange sturmreif schossen, bis auch die Mehrheit der Deutschen für ein autoritäres Durchgreifen war und mehrheitlich die NSDAP und andere extremistische Parteien wählte.
Ein Film von Uli Weis
* ZDF-History: Kaiserkinder
Sie waren geboren für eine Welt, die es bald nicht mehr geben sollte: die Kinder von Kaiser Wilhelm II.: Sechs Söhne und eine Tochter zwingt das Ende der Monarchie zu einem schweren Neuanfang.
In der Weimarer Republik verlieren die "Kaiserkinder" ihre privilegierte Existenz. Zwei Scheidungen und ein Selbstmord erschüttern die Familie. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlieren sie auch noch ihr Vermögen. Es ist der Sturz in die Bedeutungslosigkeit.
Die Dokumentation folgt der Lebensspanne der "Kaiserkinder" vom Kaiserreich bis in die junge Bundesrepublik.
Ein Film von Annette von der Heyde
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 01.04.2018 um 00:00 Uhr auf PHOENIX.