In der Dokumentation wird das Leben der Physikerin Lise Meitner (1878-1968) beschrieben. Nach schulischer Ausbildung, Studium und Promotion in Wien ging sie im Jahre 1907 nach Berlin, wo die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit dem Chemiker Otto Hahn begann. Sie veröffentlichten mehrere Beiträge über die Natur radioaktiver Strahlen und die Eigenschaften radioaktiver Elemente. Im Jahre 1938 musste sie wegen ihrer jüdischen Abstammung Deutschland verlassen und ging nach Schweden ins Exil.
Als Otto Hahn mit Fritz Straßmann Ende der dreißiger Jahre das Zerplatzen der Urankerne entdeckte, lieferte Lise Meitner die exakte Deutung vom physikalischen Vorgang. Von ihr stammt auch der Begriff der Kernspaltung. Dass daraus dann die Atombombe entwickelt und als Massenvernichtungswaffe auch eingesetzt wurde, hat sie den Rest ihres Lebens sehr stark belastet.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 31.03.2018 um 02:30 Uhr auf PHOENIX.