

April 1947 die militärische Vergangenheit der Insel endgültig dem Erdboden gleichgemacht werden. Das Ziel: die Überreste von Bunkeranlagen und eines monströsen Kriegshafens, die letzten gewaltigen Geschosse auf dem sogenannten Oberland. Heute fast vergessen, wandelte sich das heutige Urlaubsparadies zu Zeiten der beiden Weltkriege in rasantem Tempo in eine waffenstarrende Seefestung, die nach Plänen des NS-Regimes zu einer noch monumentaleren Marinebasis ausgebaut werden sollte.
Insel als Spielball der Weltmächte
Die unbekannten Seiten Helgolands: Sie erzählen von mehreren Kilometern unterirdischer Bunkersysteme, von Exil und Verlusten, von fortwährenden Bombardements und Zerstörung. Doch wie konnte es dazu kommen, dass selbst zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs eine gerade mal ein Quadratkilometer große Insel zum Ziel einer weiteren Sprengung wurde, die Experten später an der Dimension von atomaren Explosionen messen werden?
Durch die Fotografien des nahezu unbekannten Helgoländer Inselchronisten Franz Schensky wird Helgolands Weg Richtung Abgrund nachvollziehbar. Sie gestatten einmalige Einblicke in eine friedliche Urlaubswelt, die mehrere Male zum Spielball der Weltmächte und nationaler Interessen wird und die schließlich, nach all der militärischen Aufrüstung, kaum mehr als Inselparadies widerzuerkennen ist.
Nie gezeigte Dokumente
"Geheimnisvolle Orte - Helgoland" blickt anhand rarer und nie gezeigter Dokumente auf das Schicksal einer Insel und ihrer Bewohner, deren Zukunft mehrere Male ungewissen Zeiten entgegensah. Von der Übergabe Helgolands an die Deutschen im Jahr 1890 bis zur bislang nie erzählten Geschichte einer mutigen Widerstandsgruppe, die 1945 die Insel kampflos an die Engländer übergeben wollte, bewegt sich der Film an den "Geheimnisvollen Orten" einer Insel entlang, deren düstere Seiten heute erst auf den zweiten Blick ins Auge fallen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 07.03.2018 um 07:30 Uhr auf PHOENIX.