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Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Graffiti der Wikinger
Samstag, 10.03.2018 08:30 Uhr
SR
Samstag
10.03.2018
08:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Orkney - das ist eine Inselgruppe zwischen Nordsee und Atlantik etwa zehn Meilen nördlich vom schottischen Festland entfernt. Baumloses Weide- und Ackerland, grün fast überall, durchzogen von blauen Fjorden, eingefasst mit scharfkantigen Klippen und steil abfallenden Küsten. 29 von 77 Inseln sind bewohnt.
Die ersten Siedler kamen in der Jungsteinzeit. Auch sie waren Ackerbauern. Schriftliche Zeugnisse hinterließen sie nicht, aber Werkzeuge, Behausungen, Zeremonienplätze und Gräber in einer Fülle, wie sie woanders in Europa nicht zu finden ist. Das berühmteste neolithische Monument von Orkney ist der Ring of Brodgar, ein Steinkreis so alt wie die ägyptischen Pyramiden. 36 von ursprünglich 60 Monolithen sind erhalten. In Sichtweite befindet ein weiterer, kleinerer Kreis: die Standing Stones of Stenness. Dienten sie als Versammlungsplätze, Opferplätze, Gebetsplätze?
Die Antworten der Wissenschaft bewegen sich im Bereich der Spekulation. Zuverlässiger ist das Wissen über die Behausungen der frühen Siedler, denn Orkney besitzt das besterhaltene prähistorische Dorf Nordeuropas: Skara Brae. Bis 1850 war es unter einer Sanddüne versteckt.
Den Höhepunkt neolithischer Baukunst bildet jedoch das Kammerngrab von Maes Howe. Mitten auf einer Viehweide führt ein elf Meter langer Tunnel in einen künstlichen Hügel, das Totenreich der Steinzeitmenschen. Eine meisterhafte Kuppelkonstruktion mit Strebepfeilern und Kragsteingewölbe. Viele der kunstvoll geschichteten Steine sind übersät mit Runen - Graffiti der Wikinger. Sie waren die ersten Fremden auf Orkney.
Film von Ulrike Becker

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 10.03.2018 um 08:30 Uhr auf SR.