Zusammen ergeben die einzelnen Teile ein vielfältiges Kaleidoskop der Stadt Berlin und ihrer Geschichte.
ca. 00.00, 14.00, 03.00 & 04.30 Uhr:
Berlin Berlin
Der Untergrund
Film von Julia Oelkers
Der Berliner Untergrund ist ein Netz aus Tunneln und Kanälen: Zehn U-Bahn Linien unterqueren die Stadt, Abwasser fließt durch fast 10.000 km lange Kanäle und immer wieder stößt man auf Bunker oder andere unterirdische Bauwerke.
Die wechselvolle Geschichte unterhalb der Stadt zeigt sich an geplanten unterirdischen Autobahnen, Atombunkern in U-Bahnhöfen, Fluchttunneln unter der Mauer und auch an Tunnelgangstern, die einst eine Bank ausraubten.
ca. 00.45, 14.45, 03.45 & 05.15 Uhr:
Berlin Berlin
Die Besatzer
Film von Stefanie Renner
Die Besatzer - Berlin blickt auf eine 50-jährige Besatzungszeit zurück. Sie war so lang wie in keinem anderen europäischen Land. Mit Kriegsende im Mai 1945 teilen die Siegermächte Deutschland in vier Zonen. Amerikaner, Briten, Franzosen und Russen sind die Besatzungsmächte. Ebenso wird Berlin geteilt, die ehemalige Hauptstadt. Anfangs arbeiten die Alliierten Hand in Hand, doch bald bilden sich zwei Blöcke: West-Alliierte und Sowjets.
Der Mauerbau im August 1961 besiegelt endgültig den Bruch: Berlin ist geteilt, der West-Teil von der Mauer eingeschlossen. Aus früheren Alliierten sind Gegner geworden. Fortan gibt es ein West- und ein Ost-Berlin. Die Besatzungsmächte verfolgen unterschiedliche politische Richtungen und setzen ihre Interessen entsprechend durch. Aus den West-Alliierten wird eine Schutzmacht, die Sowjets bleiben bis zum Schluss Besatzungsmacht.
ca. 01.30, 15.30, 04.30 & 06.00 Uhr:
Berlin Berlin
Der Kalte Krieg
Film von Reinhard Joksch
Berlin als Hauptschauplatz des Kalten Krieges. Nur hier prallten die beiden Gesellschaftssysteme der Großmächte USA und Sowjetunion direkt aufeinander. Die eine Seite westliche Enklave in der sowjetisch besetzten Zone und späteren DDR, aufgeteilt in drei Sektoren. Die andere Seite sowjetischer Sektor und spätere Hauptstadt der DDR. Vorzeigestadt des Sozialismus.
Jahrzehntelang wurden auf beiden Seiten politische, wirtschaftliche, technische und militärische Anstrengungen unternommen, um den Einfluss des anderen Lagers einzudämmen oder zurückzudrängen. Die Blockade Berlins 1948/49 war der erste große Streich der Sowjets, die Luftbrücke der Westmächte der Gegenschlag. Der Mauerbau zementierte die Fronten. Die Angst der West Berliner von den Sowjets eingenommen zu werden, war allgegenwärtig.
ca. 02.15, 16.15, 05.15 & 06.45 Uhr:
Berlin Berlin
Die Spione
Film von Wibke Hecker und Reinhard Joksch
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist Berlin das Eldorado der Geheimdienste, denn nur hier stehen sich Ost und West direkt gegenüber. Die alliierten Besatzungsmächte liefern sich hier ein Duell der Informationen. Einige Orte werden zum Mythos und prägen den Ruf Berlins als Spionagestadt.
Die Glienicker Brücke zwischen Berlin und Potsdam steht für den Austausch von Agenten und für die Fahrten der westlichen Militärverbindungsmissionen in die DDR - vor allem um dort zu spionieren. Der wichtigste Horchposten der US-Amerikaner im Kalten Krieg ist die Abhörstation auf dem Teufelsberg in West-Berlin.
Die Geheimdienste, u.a. des Ministeriums für Staatssicherheit, haben ihre Spitzel überall in der Stadt. Ab und zu tummeln sich Spione in den eigene Reihen: Werner Stiller läuft mit geheimen Informationen in den Westen über und sorgt für eines der größten Debakel der Stasi. Bis zum Fall der Mauer 1989 tobt der Agentenkrieg zwischen Ost und West und festigt in all den Jahren Berlins Ruf als Hauptstadt der Spione.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 04.02.2018 um 14:00 Uhr auf PHOENIX.