

Wo Biber Dämme bauen und aktiv ihren Lebensraum gestalten, kehren Wasser und die Dynamik wieder in unsere Landschaft zurück. Neu entstehende Bedingungen bieten der Natur neue Lebensräume. Der Biber hat eine große ökologische Bedeutung für seine Umwelt. Dort, wo sich der Biber niederlässt, vervielfachen sich die Brutvogelarten, die Fischarten, die Amphibienarten, die Libellenarten und viele andere mehr. Wo Biber Dämme bauen und aktiv ihren Lebensraum gestalten, werden neue Strukturen geschaffen. Seggenriede - Feuchtflächen - entstehen, in die bald die Wasserralle einwandert. Zahllose gebänderte Prachtlibellen tanzen entlang des Biberbachs und sind gleichzeitig wichtige Eiweißquelle für Zwergtaucher und Barbe. Wo Schilf entsteht, brüten Rohrammer, Teich- und Drosselrohrsänger. Auf absterbenden Bäumen lebt der extrem seltene Scharlachkäfer, der massiv von der Aktivität des Bibers profitiert. Die gleichen Weiden dienen dem Klein- und dem Buntspecht zur Nahrungssuche nach verschiedenen Käferlarven. Wird ihr Holz brüchiger entstehen bald Specht- oder Faulhöhlen. Vor diesen jagt der Halsbandschnäpper im freien Luftraum über dem Biberteich nach Fluginsekten. Bricht das vom Biber geschaffene Totholz zusammen, entstehen neue Verstecke für Jungfische ebenso wie wichtige Laichplätze. Das sich zersetzende Totholz bildet dann wieder die Nahrungsgrundlage für Algenrasen, die von Insektenlarven beweidet werden. Zahlreiche Fischarten leben dort, wo der Biber den Bach mit seinem Damm geweitet hat und lassen den Eisvogel folgen und später sogar den Schwarzstorch und den Fischotter.
Der Filmautor stellt diese Zusammenhänge dar und zeigt die Herausforderungen eines Biberlebens.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 09.12.2017 um 09:30 Uhr auf BR.