

Es ist einer der längsten und spektakulärsten Erpressungsfälle in der deutschen Kriminalgeschichte: Sechs Jahre lang (1988 bis 1994) werden sich "Dagobert", wie der Täter bald genannt wird, und die Polizei in Berlin und Hamburg ein riskantes Katz-und-Maus-Spiel liefern - beobachtet von einer Öffentlichkeit, deren Sympathie ganz dem gewitzten und intelligenten Verbrecher gehört, der die Polizei so lange an der Nase herumführt.
Zwei Sonderkommissionen werden gebildet, in Hamburg und in Berlin. Mit einem Großaufgebot an Beamten versucht die Polizei, "Dagobert" bei einer der 30 Geldübergabeversuche zu schnappen - vergeblich. Es ist ein riskantes Spiel, denn keiner weiß, ob der Erpresser das nächste Mal ernst macht und mit seinen Bomben auch Menschen tötet oder verletzt. Bei ihren Ermittlungen ist die Polizei vom Pech verfolgt. Einmal hat ihn ein Beamter schon am Arm gepackt, da rutscht er aus und "Dagobert" kann entkommen. Ein anderes Mal überwachen die Beamten fast 3.000 Telefonzellen in Berlin-West, ausgerechnet da ruft der Erpresser zum ersten Mal aus dem Ostteil der Stadt an. In "Die Spur der Täter" werden aufsehenerregende Kriminalfälle unter die Lupe genommen. Für das 30-minütige Magazin öffnen Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungsakten. Kriminalbeamte und Gerichtsmediziner zeigen, wie anfangs scheinbar unlösbare Fälle doch aufgeklärt werden können.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 06.12.2017 um 21:15 Uhr auf MDR.