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Weltbilder

Samstag, 11.11.2017 16:30 Uhr
tagesschau24
Samstag
11.11.2017
16:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild


* USA: Ein Jahr Trump - Was sagen seine Wähler?

Vor einem Jahr haben die USA-Korrespondenten der ARD zahlreiche Trump-Unterstützer interviewt, um zu verstehen, was sie antreibt. Im Wahlkampf schwärmten diese von Donald Trump, der alles anders machen sollte, setzten alle Hoffnungen in ihn. Die Journalisten waren auch bei Ralph Case, der als Freiwilliger die Trump-Unterstützungskampagne in Stark County, Ohio, aufgebaut hat. Nun hat Claudia Buckenmaier, Korrespondentin im ARD Studio Washington, ihn erneut besucht: "Ich zweifle kein bisschen an unserem Präsidenten", erzählt er. "Ich spüre, dass er für unser Land das Beste tut." Er steht hinter Donald Trump und würde ihn wieder wählen. Ralph Case bereitet schon mal alles für die nächste Wahl im Jahr 2020 vor.

* Südkorea: Die Nordkorea-Krise und die Waffendeals "Made in USA"

Wenn US-Präsident Donald Trump auf seiner Asienreise den Verbündeten Südkorea besucht, warten viele gespannt auf eine Reaktion aus Nordkorea. Wird Diktator Kim Jong-un erneut einen Raketenstart vorführen oder gar eine Atomwaffe testen? Seit Monaten betreiben Trump und Kim verbale Aufrüstung: Während der US-Präsident bei der UN-Vollversammlung zuletzt drohte, Nordkorea "total zu zerstören", beschimpfte Kim ihn wiederum als "verrückten Alten", der seine Drohungen "teuer bezahlen" werde. In Südkorea sehen viele diese Auseinandersetzung mit Sorge. Friedensaktivisten werfen Trump vor, die Krise mit seiner Kriegsrhetorik absichtlich zu schüren, um die Aufrüstung in der Region voranzutreiben. Rüstungsexperten beobachten, dass insbesondere US-Firmen von aktuellen Waffendeals mit Südkorea und Japan profitieren. Dass er beiden Ländern Hightech-Waffen für viele Milliarden Dollar verkaufen wolle, twitterte Trump bereits. Doch die Menschen, die im Grenzgebiet zu Nordkorea leben, sind sich sicher: Trump geht nicht so weit, einen Krieg vom Zaun zu brechen. Denn ein Atomkrieg sei nun mal schlecht fürs Geschäft.

* Zypern: EU-Pässe für immer mehr Russen

Russen sind auf Zypern nicht nur gern gesehene Urlauber. Viele kommen und bleiben für immer. Sie haben es auf ein wichtiges Dokument abgesehen: den EU-Pass. Ausländer, die in Zypern in Immobilien, Unternehmen oder Staatsanleihen investieren, können nämlich die Staatsbürgerschaft der Inselrepublik beantragen. Mit jetzt nur noch zwei Millionen Euro Kapital sind sie willkommen. Bedingung: Der Investor darf nicht vorbestraft sein. Mit dem Einbürgerungsmodell will die Regierung des konservativen Inselpräsidenten Nikos Anastasiades nach der schweren Finanzkrise die Wirtschaft ankurbeln. Und das hat funktioniert. Rund 2.000 Pässe habe man bisher an ausländische Investoren vergeben. Inzwischen bestimmen die Russen auch immer mehr das gesellschaftliche Leben auf der Insel.
Marshallinseln: Wetterextreme und Wassermangel
Ein Inselparadies nordöstlich von Australien mit Traumstränden, Traum-Unterwasserwelten. Aber wenn es um das Thema Wasser geht, wird schnell klar: Auf den Marshallinseln geht es keineswegs paradiesisch zu. Der Klimawandel setzt dem Atollstaat zu, der Pazifik bedroht die Küste. Manchmal bringen Stürme Wassermassen, die über die Ufer treten, dazu Regen im Überfluss. Dann wieder herrscht monatelang Dürre. Die rund 70.000 Bewohner des Inselstaats fristen ein Leben mit Extremwetterereignissen. Seit dem 6. November trifft sich die internationale Staatengemeinschaft, um über das Weltklima und seine Folgen beim Klimagipfel in Bonn zu beraten. Auf den Marshallinseln werden sie auf jedes Wort genau achten, denn nie war es augenscheinlicher, wie sehr die Erderwärmung und ein Anstieg des Meeresspiegels die Menschen und ihre Heimat bedrohen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 11.11.2017 um 16:30 Uhr auf tagesschau24.