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Die Autobahnpolizei - Der ganz normale Wahnsinn

Eine Reportage von Rütger Haarhaus
Samstag, 23.09.2017 18:45 Uhr
HR
Samstag
23.09.2017
18:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Sven Daume hat einen gefährlichen Arbeitsplatz: die Autobahn. Er ist Polizist bei der Frankfurter Autobahnpolizei. Sein Dienstgebiet gehört zu den verkehrsreichsten Europas. Unfälle, Raser, Verletzte, Tote, defekte LKW, egal ob Tag- oder Nachtschicht, ständig gehen Notrufe ein. Filmautor Rütger Haarhaus hat die Autobahnpolizei eine Woche Tag und Nacht begleiten können und erlebt, was Sven Daume und seine Streifenkollegen als den ganz normalen Wahnsinn auf Deutschlands Autobahnen bezeichnen.
Gerade werden Sven Daume und sein Streifenkollege Sverre Petry wieder per Funk gerufen: Geisterfahrer-Alarm auf der A66 Richtung Frankfurt. Mit Blaulicht rasen sie zur Gefahrenstelle. Noch während der Alarmfahrt dann die Horrormeldung: Falschfahrer verunfallt. Jetzt müssen sie wieder auf alles gefasst sein. Die Polizisten sind schon fast an der Unfallstelle - wäre da nicht der Stau. Wieder haben die Autofahrer keine Rettungsgasse gebildet, das kostet unnötig Zeit.
Angekommen an der Einsatzstelle sichern sie ab, sammeln Beweise. Achtzig Geisterfahrerunfälle gibt es im Jahr, ein Drittel davon werden von Fahrern über 65 Jahre verursacht. Zwölf Stunden Tagschicht, zwölf Stunden Nachtschicht - sechzig Kollegen teilen sich die Arbeit. In der Nachtschicht kontrolliert Sven Daume mit seiner Kollegin Anja Neubauer gerade einen defekten LKW, als sie zu einem Auffahrunfall mit Schwerverletztem gerufen werden. Am Unglücksort ist schnell klar, dass der Unfallverursacher betrunken ist und in ein Pannenfahrzeug hinein fuhr.
Daume und Neubauer organisieren die Rettungsarbeiten und sichern wichtige Spuren für das Gerichtsverfahren. Und das, obwohl sie eigentlich eine nächtliche Verkehrskontrolle vorbereiten wollten.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 23.09.2017 um 18:45 Uhr auf HR.