

"Die Uhren gehen hier langsamer", sagen die einen. Andere behaupten, die Region sei ihrer Zeit voraus. Fahr mal hin widmet sich dem kleinen Appelbachtal in der Nordpfalz und trifft dabei auf Menschen, die allesamt eine besondere Beziehung zu Zeit haben.
Da ist der Schauspieler und Puppenbauer Michael Pietsch, der seit Jahren zwischen großen Theaterbühnen und dem Appelbachtal hin und her pendelt. In Sankt Alban im Appelbachtal hat er seine Werkstatt. Wenn er hier seine Marionetten baut, vergisst er allzu oft die Zeit.
Den Bürgermeister von Würzweiler hält seit Jahren der Glockenturm samt Turmuhr in Atem. Mal geht sie vor, mal geht sie nach - eine launische Diva eben.
Der Geologe Winfried Kuhn misst die Zeit in Jahrmillionen. Er streift durch das Appelbachtal, stets auf der Suche nach Fossilien und anderen Zeugen der Vergangenheit. Haifischzähne und Seekuhrippen erzählen von Zeiten, als hier noch ein Meer gegen den Strand brandete.
Geradezu futuristisch thront die Firma Biosolarhaus mit ihren Musterhäusern über dem Appelbachtal. Klaus Becher wollte sich Mitte der 90er Jahre eigentlich nur einen energieeffizienten Altersruhesitz bauen. Doch er startete nochmal durch mit seinen innovativen Biosolarhäusern. Anfang 60 war er damals - einer, der seiner Zeit weit voraus war.
Vom Firmengelände hat man einen der schönsten Blicke auf Sankt Alban und das Appelbachtal. Es ist ein Blick, der sich im Laufe der Jahrzehnte nur wenig verändert hat, einfach nur zeitlos schön.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 18.08.2017 um 18:15 Uhr auf SWR.