

Die Remstal-Radroute ist ein 130 Kilometer langes Radwegenetz, das an die S-Bahnhöfe der Remstal-Gemeinden angeschlossen ist und dadurch auch in Teilabschnitten leicht befahren werden kann. Die Hauptroute von Waiblingen nach Schwäbisch Gmünd ist 60 Kilometer lang.
Das untere Remstal ist durch sein warmes Klima vor allem als Weingegend bekannt. Von Waiblingen aus, das mit der S-Bahn von Stuttgart in zehn Minuten zu erreichen ist, geht es mit dem Rad durch Weindörfer und Rebengärten nach Weinstadt. Dörfliche Tradition trifft hier auf moderne städtische Kultur. Nach 20 km errreicht man die Daimlerstadt Schorndorf. Das milde Klima wird rauer, das Tal enger. Weinberge wechseln sich ab mit Streuobstwiesen und Wäldern. Dann das verwunschene Stammland der Staufer, jenes Herrschergeschlecht, das einst den deutschen Kaiser stellte und seine Macht und Kultur bis Italien ausdehnen konnte. Die Staufer legten auch die Basis für den kulturellen Reichtum dieser Landschaft. Hier gibt es viel zu bewundern, neben mittelalterlichen Städten wie Schorndorf und Schwäbisch Gmünd auch die Pracht des Klosters Lorch am berühmten Limesknick. Die einstige Heilkunde der Mönche lebt in den Kräutergärten der Heilmittelfirma Weleda in Schwäbisch Gmünd wieder auf.
Die Remstal-Radroute gehört zu den attraktivsten Radwegenetzen in Baden-Württemberg, da sie sich für Familien mit Kindern genauso eignet wie für den ambitionierten Radsportler. Wer ein bisschen Zeit mitbringt, kann seinen Radausflug auf angenehme Weise mit der Besichtigung vielfältiger Sehenswürdigkeiten verbinden.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 11.08.2017 um 18:15 Uhr auf SWR.