

Peter Escher schaut wieder in die Ermittlungsakten der Kriminalpolizei. Rekonstruiert wird diesmal die Suche nach einem 20-jährigen Leipziger, der 1990 in Gronau (Nordrhein-Westfalen) spurlos verschwunden war:
Ein Ehepaar aus Leipzig meldet im Dezember 1990 bei der Polizei in Gronau (NRW) seinen Sohn Andreas als vermisst. Er hatte versprochen, über Weihnachten nach Hause zu kommen. Tagelang hatten die Eltern vergeblich gewartet und ihn auch telefonisch nicht erreicht. Andreas war im Sommer 1989 mit zwei Jugendfreunden von Leipzig über Ungarn und Österreich nach Westdeutschland geflohen. Seitdem lebte der 20-Jährige zusammen mit seinen ostdeutschen Freunden in einer Wohngemeinschaft in Gronau.
Nach der Vermisstenanzeige überprüfen die Ermittler in Gronau die vermeintlichen Freunde in der Wohngemeinschaft. Sie behaupten, Andreas sei plötzlich ausgezogen. Als die Ermittler das Konto des Vermissten überprüfen, fällt auf, dass im Vierteljahr vor dem Verschwinden mit mehreren Auszahlungen 7.000 D-Mark abgehoben wurden, aber nicht von Andreas, dem Kontoinhaber. Die Spur des Geldes führt nach Leipzig. Die Gronauer Ermittler schalten im Januar 1991 ihre Kollegen in der ostdeutschen Messestadt ein. Kurz nach der Wiedervereinigung war das ein Novum. Das Team um Bernd Merbitz, dem damaligen Chef der Morduntersuchungskommission und heutigen Polizeipräsidenten von Leipzig, nimmt die Suche nach Andreas auf.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 09.08.2017 um 21:15 Uhr auf MDR.