Zwei Paare und eine Seniorin sind auf der Suche nach alternativen Lebensformen. Wohnprojekt oder Seniorenheim? Die Wahl ist abhängig von Alter, Anspruch und Geldbeutel. Vor allem aber braucht man einen langen Atem. "37°" begleitet den Neustart. Kein einsames Paar sein Martina und Thomas, beide Anfang 60, leben in Oberbayern in Weilheim. Bald sind die Sozialarbeiterin und der Exportkaufmann im Ruhestand. Nach ihrer aktiven beruflichen Phase wollen sie mit Menschen verschiedenen Alters in einem Mehrgenerationen-Projekt leben. Schon lange beschäftigen sie sich mit dem Gedanken, wie sie im Alter leben möchten. "Wir wollen nicht als einsames Paar in die Geschichte eingehen, sondern gern mit jüngeren Leuten und Senioren noch ein bisschen Gemeinschaft leben", so ihr Anspruch. Sie informieren sich auf verschiedenen Plattformen im Internet. Es gibt Angebote, innerhalb einer Gemeinschaft Eigentum zu erwerben, zu mieten oder Mitglied einer Genossenschaft zu werden. Martina und Thomas favorisieren das Genossenschaftsmodell. Sie würden eine Miete zahlen, wären aber durch die Genossenschaftsanteile gleichzeitig Eigentümer, könnten so mitbestimmen und mitgestalten. Gern würden sie in den Norden Richtung Küste ziehen oder in die Nähe von Köln, wo Martinas Familie lebt. Das richtige Projekt finden Sie schauen sich Projekte an: In der Vordereifel besuchen sie ein Mehrgenerationhaus, das in einem komplett sanierten Gehöft entstehen soll. Parallel nimmt das Paar Kontakt zum Wohnprojekt staTThus an der Nordsee in Husum auf. Hier leben schon rund 40 Menschen, vom Kleinstkind bis zur 80-Jährigen, Alleinerziehende, Familien und Singles. Martina und Thomas fühlen sich sofort wohl. Da die Wohnungen im Altbau längst belegt sind, plant die Gemeinschaft einen Neubau, in dem sich Martina und Thomas für eine Dreiraumwohnung interessieren. Problem: die Finanzen. Ob sie sich das dann leisten könnten? Selbst bestimmt in die letzte Wohnung Erika ist mit 91 Jahren noch immer vital und fit. Sie lebt in ihrem Haus am Stadtrand von Braunschweig. Den Haushalt schafft sie noch allein, und wenn sie Hilfe benötigt, ist ihr Sohn zur Stelle. Dennoch gibt es Tage, wo es nicht mehr ohne Hilfe geht. Solang sie noch einigermaßen mobil ist und selbst entscheiden kann, will sie einen Platz in einem Seniorenheim suchen. Erika hat genaue Vorstellungen. Das Heim soll nicht so groß sein, sie möchte ein Einzelzimmer, wenn möglich mit Balkon. Zusammen mit ihrem Sohn schaut sie sich mehrere Heime an. Dann bekommt sie überraschend einen Anruf aus einem familiengeführten Heim im Nachbarort Cremlingen, ein Heimplatz sei frei geworden. Plötzlich muss sie sich ganz schnell entscheiden. Aus dem eigenen Haus ins Wohnprojekt Sigrun und Helmuth sind bereits im Ruhestand und wagen jetzt einen Neustart. Sie ziehen in den Uhlenbusch, ein Wohnprojekt für Senioren in Bosau bei Plön. In ihrem gemütlichen Haus in Hamburg hätten sie bleiben können, allerdings ist es sehr verwinkelt und nicht behindertengerecht. Den Uhlenbusch hatten sie bereits im Visier, allerdings war bisher kein Häuschen frei, was sie hätten mieten können. Nun geht auf einmal alles ganz schnell. Sie packen ihre Kisten und ziehen um. Ihr Sohn wird das Familienhaus übernehmen. Das alternative Wohnprojekt wurde von einem Hamburger Ehepaar geplant und gebaut. Entstanden sind 30 Holzhäuser, ein großes Gemeinschaftshaus, Werkstätten und eine eigene Solaranlage. Ohne Plan B Sigrun und Helmuth wollten im Alter unbedingt in einer Gemeinschaft mit anderen Senioren wohnen. Ob das wirklich funktioniert, wissen sie allerdings nicht. "Wir haben keinen Plan B, und im Grunde genommen ist es in so einer Gemeinschaft wie überall. Man kann es so machen, man kann sich hinsetzen und sagen, ich will jetzt Entertainment haben. Und wenn nichts passiert, kann man meckern. Oder man kann auch mal was selber machen." Nach einem knappen halben Jahr trifft "37°" sie wieder. Ist der Uhlenbusch der richtige Ort für Sigrun und Helmuth? Sind sie bereits heimisch geworden? Die Autorin Meike Materne über ihren Film Biografische Anknüpfungspunkte Ich gehöre zur Generation der Babyboomer. Der eigene Ruhestand liegt in nicht mehr allzu ferner Zukunft, ist aber schon seit Jahren Thema durch die eigenen Eltern, in der Familie oder durch Erfahrungen von Freunden und Bekannten. Wir alle stellen uns die Frage, wie wir selber gerne im Alter leben würden. Natürlich in Gemeinschaft und nicht einsam und allein. Da sind wir uns alle einig. Dennoch sieht die Realität oft anders aus. Längst haben unsere Kinder die elterliche Wohnung verlassen, eigene Familien gegründet und sind nicht selten in andere Städte gezogen. Durch Trennung und Scheidung sind viele der Ü50 - und 60Jährigen Singles oder mussten bereits den Verlust des Partners hinnehmen. Die Zeit der Rente müssen viele alleine planen. Zwangsläufig stellt sich die Frage, wie gestaltet man den Lebensabschnitt nach der aktiven Berufstätigkeit und wie können wir weiterhin das Gefühl von Zugehörigkeit und Gebrauchtsein spüren. Exemplarische Beispiele gesucht Diese Überlegungen waren auch der Ausgangspunkt für unseren Film. Wir haben Menschen gesucht, die genau vor dieser Frage stehen, die sich für verschiedene gemeinschaftliche Wohnformen interessieren. Obwohl es nach Schätzungen von Experten bis zu 5.000 Wohnprojekte in Deutschland gibt, ist es nicht einfach, das Passende zu finden. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Plattformen, auf denen man Gemeinschaften suchen oder Wohnprojekte interessierte Mitbewohner finden können. Viele dieser Wohngemeinschaften funktionieren generationsübergreifend, andere wiederum wurden von Senioren für Senioren gegründet. Die Organisationsformen sind unterschiedlich. Es gibt Projekte, in denen man sein Erspartes für die Gemeinschaft einbringt, in Genossenschaften erwirbt man wiederum Genossenschaftsanteile, ist somit Eigentümer und Mieter zugleich und hat Gestaltungs- und Mitspracherecht. Es gibt aber auch Investoren, die mit gemeinschaftlichen Einrichtungen locken, letztendlich aber vor allem Wohneigentümer gewinnen wollen. Ein Experiment Unsere Protagonisten haben sich lange Gedanken darüber gemacht, was sie von einer Gemeinschaft erwarten und was sie selbst bereit sind einzubringen. Für alle aber ist es letztendlich ein Experiment, von dem sie zu Beginn nicht wussten, ob es gelingen und auf Dauer funktionieren würde. Toleranz, Neugierde, Lust auf neue Bekanntschaften, vor allem auch Flexibilität sollte man mitbringen, um sich in einer Gemeinschaft wohl zu fühlen. So die Erfahrungen nach den ersten Wochen und Monaten des Umzugs. Gegenseitige Unterstützung zwischen Älteren und Jüngeren auch bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit ist in vielen dieser Wohngemeinschaftsformen selbstverständlich. Gut organisiert und auf solidarisches Miteinander ausgelegt können sie bis ins hohe Alter eine gute Alternative zu klassischen Seniorenheimen sein. Seniorenheime, oft besser als ihr Ruf Dennoch ist Gemeinschaft auch in vielen Seniorenheimen und -residenzen möglich. Längst in das Niveau in vielen dieser Häuser besser als ihr allgemeiner Ruf. Viele alte Menschen harren häufig zu lange in den eigenen vier Wänden aus und müssen dann in einer Notsituation von den Kindern in ein Heim gebracht werden. Aber es geht auch anders. Bei unseren Dreharbeiten haben wir so ein Heim kennengelernt. Familiengeführt und nicht auf Gewinnmaximierung getrimmt können auch Seniorenheime eine richtig gute Alternative zum stumpfsinnigen Alleinsein in der eigenen Wohnung sein. Persönliche Ansprache, gemeinsame kulturelle Erlebnisse und kleine, regelmäßige Aktivitäten gestalten den Alltag von Senioren in einem gut geführten Seniorenheim bunter und abwechslungsreicher. Vorausgesetzt man geht den Schritt rechtzeitig und selbstbestimmt und sucht sich im besten Falle das Seniorenheim selbst aus, so wie die 91jährige Erika aus unserem Film. Dass es tatsächlich solche Seniorenheime gibt, bezahlbar und attraktiv in Bau und der Ausstattung, will unser Film zeigen. </ul> </section> Heute alt werden 37 Grad - Rentnerglück am Goldstrand Untertitel Audiodeskription "80 Prozent meiner Rente gingen für Festkosten drauf, am Ende blieben mir 120 Euro zum Leben." Maria wollte nicht mehr auf Almosen angewiesen sein und suchte im Internet nach einer Lösung. 29.04.2018 Videolänge 28 min · Doku UT AD Jetzt abspielen 37 Grad - Der Rest ist Glückssache Untertitel Audiodeskription Das Alter – eine körperlich und seelisch herausfordernde Lebensphase. Wie schafft man es, das Leben wertzuschätzen und gleichzeitig loszulassen? Was ist mit Glück und Zufriedenheit? 04.12.2018 Videolänge 28 min · Doku UT AD Jetzt abspielen 37 Grad - Generationswechsel: Jetzt bestimme ich! Untertitel Deutsche Gebärdensprache Audiodeskription 37 Grad zeigt die Höhen und Tiefen von drei Familien, in denen der Betrieb von einer Generation zur nächsten übergeben wird. 29.06.2020 Videolänge 28 min · Doku UT DGS AD Jetzt abspielen 37 Grad - Rente unter Palmen Untertitel Audiodeskription Sonne und Wärme das ganze Jahr: Immer mehr deutsche Rentner träumen vom Umzug nach Thailand. "37 Grad" begleitet Menschen, die diesen Schritt gewagt haben oder gerade ihre Koffer packen. 09.04.2019 Videolänge 29 min · Doku UT AD Jetzt abspielen 37 Grad - Generation: Wenn Eltern zu den Kindern ziehen Untertitel Deutsche Gebärdensprache Audiodeskription In vielen Familien wohnen Jung und Alt Hunderte Kilometer voneinander entfernt. Einige Senioren wagen deshalb einen großen Schritt und ziehen ihren Kindern hinterher. 31.08.2021 Videolänge 28 min · Doku UT DGS AD Jetzt abspielen 37 Grad - Mutter, Du wohnst zu weit weg! Eltern und Kinder leben heute oft weit voneinander entfernt. Wenn die alten Eltern mehr Hilfe brauchen, sind die Kinder gefordert. Ein Drahtseilakt zwischen Verantwortung, Liebe und Sorge. 19.03.2019 Doku Jetzt abspielen Weitere laden </article> Auch interessant Weitere laden </main> Footer mit Inhaltsangabe nach oben Mehr ZDF ZDFapps Smart TV ZDFtext Livestreams Sendungen A-Z TV-Programm ZDF woanders ZDF YouTube ZDF Facebook ZDF Twitter ZDF Instagram Service Tickets Zuschauerservice Kontakt zum ZDF Sitemap Hilfe Das ZDF ZDF Unternehmen Karriere Presseportal Werbefernsehen Mainzelmännchen Partner Nutzungsbedingungen Datenschutz Datenschutzeinstellungen Impressum