O.J. Simpson: Made in America

2016

O. J. Simpson: Made in America[2] (Originaltitel: O. J.: Made in America) ist ein 5-teiliger US-amerikanischer Dokumentarfilm des Regisseurs Ezra Edelman von 2016. Er erzählt die Lebensgeschichte des Sportlers und Schauspielers O. J. Simpson und schildert dabei vor allem das Gerichtsverfahren wegen Doppelmordes gegen ihn. Edelman verknüpft damit Betrachtungen über Rassismus in den Vereinigten Staaten. Der Film wurde bei der Oscarverleihung 2017 mit einem Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet und mit zahlreichen weiteren Preisen bedacht. Mit einer Gesamtlaufzeit von 467 Minuten ist er der längste je mit einem Oscar prämierte Film.[1]

Quelle: Wikipedia(deutsch)
Rezension zu O.J. Simpson: Made in America
Thomas Schneider
Thomas Schneider
Online-Redakteur im Haus des Dokumentarfilms

Diese Wette hätte keiner gehalten, denn so klar war die Sache: Bei den diesjährigen Oscar-Verleihung konnte nur ein Kandidat das Renen machen: O.J. Simpson. Oder um es präziser zu sagen: Bei den langen Dokumentarfilmen siegte Ezra Edelmans »O.J. Made in America« - eine fünfteilige Miniserie, die auch als Kino-Dokumentarfilm veröffentlicht wurde.

In dieser Biografie wird der Aufstieg und der Niedergang des Football-Superstars O.J. Simpson erzählt. In den sechziger Jahren katapultiert sich Simpson als Running Back an die Spitze der amerikanischen Gesellschaft. Er war der bekannteste Profi-Footballer seiner Generation. Der Erfolg auf dem Platz, wo er Yards um Yards machte, half ihm, zu einer Werbeikone zu werden. Der erste schwarze Werbeträger für das weiße Amerika. Danach folgte ganz automatisch der Erfolg in Hollywood. Die Welt schien O.J. Simpson nicht nur zu Füßen zu liegen, sie schien ihm zu gehören. In einer Zeit in den sechziger und siebziger Jahren, in der Amerika wie niemals zuvor mit sich und den Haufarben seiner Bürger kämpfte, ließ der schwarze Sport-Superstar O.J. Simpson vergessen, welche Hautfarbe er hatte. Simpson setzte alle Regeln außer Kraft.

Doch der 12. Juni 1994 änderte alles. Simpsons Frau Nicole Brown Simpson und ihr Liebhaber Ronald Lyle Goldman werden erschossen. Tatverdächtiger und auf der Flucht - verfolgt von Polizei, Hubschraubern und dabei live im Fernsehen: O.J. Simpson. Was folgte, war ein spektakulärer Mordprozess. Simpson wird freigesprochen, verliert dann aber in einer Zivilklage sein Vermögen. Jahre später begeht er einen Einbruch, um Erinnerungsstücke zurück zu holen, die früher ihm gehörten. Dafür sitzt er heute im Gefängnis.

Was für eine Story!

Ezra Edelmann hat sich viel, viel Zeit genommen, um diese komplexe Geschichte zu erzählen - und zwar nicht nur als biografische Handlung, sondern auch als gesellschaftliches Epos über die Rechte der Schwarzen in Amerika. Simpson, heißt es an einer Stelle, wollte immer ein Held sein. Ein amerikanischer Held. Zum Helden wird man aber nicht nur durch Taten, sondern auch, indem man ein bestimmtes Image annimmt. »Wenn ich auf die Straße gehe, will ich erkannt werden«, hat Simpson einmal gesagt. Diese Heldenstatus hat er erreicht - im Guten wie im Schlechten. 

Edelmans Fünfteiler zeigt auch, wie man ein großes Publikum für Dokuserien begeistern kann. Es ist ein langer Lauf, gekrönt mit einem Touchdown.

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Kinostart:22.01.2016
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או. ג'יי סימפסון: תוצרת אמריקהhe
او.جی.: ساخت آمریکاfa
Genre:Dokumentarfilm
Herstellungsland:Vereinigte Staaten
Farbe:Farbe
Verleih:ESPN Films
Offizielle Webseite:www.espn.com
Regie:Ezra Edelman
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Rezensionen:

Datenstand: 21.02.2019 23:52:56Uhr