

Die eine Hälfte der Familie baute sozialistische Kibbuzim mit auf, die andere Hälfte die DDR. Als die 12-jährige Esther Zimmering begreift, dass sie doch noch mehr Verwandte hat als die bisher bekannten aus ihrer heimatlichen DDR, ist es um ihre Heimat schon geschehen: Die Mauer fällt. Für Esther bringt die Wende zunächst wenig Angenehmes - auf einmal gibt es in ihrer Schule Neonazis. Seitdem wird Israel zu einem Sehnsuchtsort für sie, und ihre Cousins und Cousinen dort zu ihren Vorbildern.
Tagebuchartig begleitet der Film Esther Zimmerings Reise: Zur Großmutter, die die Nazizeit in Berlin erlebte, zur Gründung zweier Staaten, an der Mitglieder ihrer Familie beteiligt waren, und schließlich in die Gegenwart, in der Esthers jugendliche Schwärmereien über Israel gründlich revidiert werden. Zwischendrin und narrativ geschickt miteinander verwoben thematisiert Zimmering, die als Autorin mit aufschlussreichem Super-8-Material aus dem Familienbesitz sowie zahlreichen historischen Ton-Dokumenten oder
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 02.06.2024 um 22:30 Uhr auf MDR.