

Was sagt Tschaikowskys Ballett „Dornröschen“ dem heutigen Publikum? Ganz im Stil des katalanischen Choreographen Marcos Morau bietet „Dornröschen“ viel Stoff für Neuinterpretationen und zahlreiche Möglichkeiten, Märchen, Musik und Ballettästhetik mit aktuellen Lesarten der Geschichte neu in Bezug zu setzen. Um verborgene Bedeutungen in den Textfassungen von Charles Perrault und den Gebrüdern Grimm zutage zu fördern, entledigt sich Marcos Morau alles Dekorativen und fokussiert seine Inszenierung auf das Phänomen der Auflösung von Zeit.
Der Schauplatz seines für 15 Tänzer konzipierten Stücks ist ein paradoxer Nicht-Ort, an dem Zeit und Raum wie in einem Strudel konturlos werden und der zum Nachdenken über das menschliche Dasein einlädt: „Der Raum, den uns dieses Märchen lässt, ist der Raum, in dem wir uns unseren eigenen hundertjährigen Schlaf vorstellen können und der letztendlich unser Leben ist.“
Was würde die Prinzessin Aurora entdecken, wenn sie heute aus ihrem langen Schlaf
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 03.06.2024 um 00:30 Uhr auf arte.