

Vor mehr als 2.000 Jahren war Narbonne im heutigen Département Aude die Hauptstadt einer riesigen römischen Provinz im Süden Galliens, der Gallia Narbonensis. Als zweiter römischer Hafen des westlichen Mittelmeeres war die Stadt damals eine der wichtigsten Handelsdrehscheiben zwischen den Kolonien des Römischen Reiches und konnte sich von der Größe her mit der Hauptstadt messen, die sie hervorgebracht hatte: Rom.
Paradoxerweise zeichnete sich die Stadt durch eine eindrucksvolle Architektur aus, zeigt heute jedoch keinerlei sichtbare Spuren mehr davon: weder Tempel, Arenen noch Theater. Weit unbedeutendere römische Städte wie Nîmes oder Arles dagegen sind voll von antiken Überresten. Das heutige Narbonne ist eine beschauliche Stadt in der Kulturlandschaft Okzitanien.
Seit rund 20 Jahren bringen archäologische Ausgrabungen nach und nach zum Vorschein, was einst die Bedeutung von Narbo Martius ausmachte: Die Grabungen förderten die Überreste eines Kapitols von monumentalen Ausmaßen, eines Amphit
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 01.07.2023 um 22:50 Uhr auf arte.