Neben-, gegen-, miteinander: Deutsch-französische Geschichten (8/10)

Von der Gartenstadt zu den Wohnsiedlungen

Quelle: ARD-Pressebild
Quelle: ARD-Pressebild

Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten Deutschland und Frankreich eine Wiederaufbaupolitik nie dagewesenen Ausmaßes betreiben. Bremen beispielsweise war zu über 40 Prozent zerstört, Dunkerque zu 80 Prozent. In Deutschland und Frankreich vollzog sich die Stadtentwicklungspolitik zwar jeweils unterschiedlich, gründete jedoch oft auf demselben Know-how. Auf den Trümmern der Industriestädte wurden neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens ausprobiert. Die so entstandenen Siedlungen, Gebäudekomplexe und Einfamilienhaussiedlungen haben den Lebensstil grundlegend verändert.
Luftaufnahmen solcher Gebiete machen die schwierigen Aufgaben der Geografen, Stadtplaner und Politiker deutlich und zeigen, wie radikal der Städtebau in die Landschaft eingegriffen hat.
Einst geprägt von Kriegen und Konflikten, sind die deutsch-französischen Beziehungen heute Aushängeschild für das friedliche Miteinander zweier Nachbarstaaten. Dabei ist die deutsch-französische Freundschaft so gefestigt und lebendig, dass beide Länder als Motoren der europäischen Integration fungieren.
ARTE geht in einer spannenden zehnteiligen Dokumentationsreihe der bewegten Nachbarschaftsgeschichte beider Staaten unter jeweils einem thematischen Gesichtspunkt nach. Beeindruckende Aufnahmen aus der Vogelperspektive zeigen dabei die Spuren auf, die diese gemeinsame Geschichte sowohl bei den Menschen als auch in den Landschaften hinterließ. Dabei offenbaren sich die lange gewachsenen Beziehungen zwischen Städten und Bevölkerung diesseits und jenseits des Rheins. Die Zeitreise führt von historischen Konflikten und Besatzung im Kalten Krieg zur Gründung der Deutsch-Französischen Brigade, von landestypischer Ess- und Trinkkultur rund um Brot, Bier und Wein zu gemeinsamen Herausforderungen in Umweltfragen.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 25.01.2023 um 11:40 Uhr auf arte.