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Fast Fashion

Die dunkle Welt der Billigmode
Freitag, 20.08.2021 22:30 Uhr TV-Tipp
phoenix
Freitag
20.08.2021
22:30 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Fast Fashion funktioniert ganz ähnlich wie Fast Food: schnell und billig zu haben und verursacht jede Menge Müll. Die Corona-Pandemie hat den Boom der Billigkleidung nicht verlangsamt, sondern nur ins Netz verlagert. Die Kehrseite des Erfolgs von Labels wie H&M, Zara oder Boohoo sind unwürdige Arbeitsbedingungen und irreparable Umweltschäden. Eine Dokumentation auf Arte zeigt die dunklen Seiten der Fast Fashion.

Shoppen ist Freizeitspaß

Rund die Hälfte aller Instagram-Accounts befassen sich mit Mode und Beauty. Shoppen ist für viele Jugendlichen, junge Frauen und Männer Freizeitaktivität, unter Corona erst Recht. 100 Milliarden Kleidungsstücke werden pro Jahr hergestellt, trotzdem wächst der Markt in den nächsten zehn Jahren möglicherweise noch um 60 Prozent vor allem wegen Fast Fashion.

Probleme der Modebranche in Europa benennen

Die Probleme der Modebranche sind schon lange bekannt, erleben jetzt aber vielleicht so etwas wie eine Brandbeschleunigung. Das Interessante an dem Film von Edouard Perrin und Gilles Bovon ist, dass sie nicht noch einmal die skandalösen Zustände der Massenfabriken in Bangladesh oder Pakistan zeigen, sondern sie bleiben in Europa.

Keine Statements von Firmenvertreter*innen

Der Doku fehlen die Stimmen von Firmenvertreter*innen oder Geschäftsleitungen, die sich bezeichnenderweise nicht äußern wollten. Stattdessen sprechen ehemalige Mitarbeiter*innen, zum Beispiel von dem spanischen Label Zara. Der Fashion-Riese gilt als Pionier der Wegwerfmode in Europa mit der Idee, den weltweiten Markt mit günstigen Kopien von Designermode zu fluten. Das funktioniert nach wie vor hervorragend.

Wenig Chancen für Slow-Fashion

Der Haben-Wollen-Faktor der Kurzzeit-Klamotten scheint riesig. Kleider machen in gewisser Weise immer noch Leute, und die Frage nach der Mode mündet für jede*n letztendlich darin, wer man sein und was man darstellen will. Einer Idee von Slow-Fashion mit wenigen, fair produzierten und langlebigen Textilien räumen die Filmemacher kaum Chancen ein. Eine Instagram-Karriere lässt sich darauf wohl tatsächlich nur schwer aufbauen. Fast Fashion funktioniert ganz ähnlich wie Fast Food: schnell und billig zu haben und verursacht jede Menge Müll. Die Corona-Pandemie hat den Boom der Billigkleidung nicht verlangsamt, sondern nur ins Netz verlagert. Die Kehrseite des Erfolgs von Labels wie H&M, Zara oder Boohoo sind unwürdige Arbeitsbedingungen und irreparable Umweltschäden. Eine Dokumentation auf Arte zeigt die dunklen Seiten der Fast Fashion.

Shoppen ist Freizeitspaß

Rund die Hälfte aller Instagram-Accounts befassen sich mit Mode und Beauty. Shoppen ist für viele Jugendlichen, junge Frauen und Männer Freizeitaktivität, unter Corona erst Recht. 100 Milliarden Kleidungsstücke werden pro Jahr hergestellt, trotzdem wächst der Markt in den nächsten zehn Jahren möglicherweise noch um 60 Prozent vor allem wegen Fast Fashion.

Probleme der Modebranche in Europa benennen

Die Probleme der Modebranche sind schon lange bekannt, erleben jetzt aber vielleicht so etwas wie eine Brandbeschleunigung. Das Interessante an dem Film von Edouard Perrin und Gilles Bovon ist, dass sie nicht noch einmal die skandalösen Zustände der Massenfabriken in Bangladesh oder Pakistan zeigen, sondern sie bleiben in Europa.

Keine Statements von Firmenvertreter*innen

Der Doku fehlen die Stimmen von Firmenvertreter*innen oder Geschäftsleitungen, die sich bezeichnenderweise nicht äußern wollten. Stattdessen sprechen ehemalige Mitarbeiter*innen, zum Beispiel von dem spanischen Label Zara. Der Fashion-Riese gilt als Pionier der Wegwerfmode in Europa mit der Idee, den weltweiten Markt mit günstigen Kopien von Designermode zu fluten. Das funktioniert nach wie vor hervorragend.

Wenig Chancen für Slow-Fashion

Der Haben-Wollen-Faktor der Kurzzeit-Klamotten scheint riesig. Kleider machen in gewisser Weise immer noch Leute, und die Frage nach der Mode mündet für jede*n letztendlich darin, wer man sein und was man darstellen will. Einer Idee von Slow-Fashion mit wenigen, fair produzierten und langlebigen Textilien räumen die Filmemacher kaum Chancen ein. Eine Instagram-Karriere lässt sich darauf wohl tatsächlich nur schwer aufbauen.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 20.08.2021 um 22:30 Uhr auf phoenix.

Details
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stereo
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16:9
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