Geheimwaffe Jazz

USA 2017

Quelle: ARD-Pressebild
Quelle: ARD-Pressebild

1956 beschließen die USA eine neue Waffe im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion: Sie wollen Jazz-Musiker wie Louis Armstrong, Duke Ellington, Dizzy Gillespie und Dave Brubeck und ihre gemischten Bands als Kulturbotschafter in die Welt schicken, um allen zu beweisen, dass es Rassentrennung in den USA nicht gibt und reine Propaganda der Sowjets ist. Die schwarzen Jazzer nehmen das Angebot an und gehen als Vertreter des amerikanischen Traums von Gleichheit und Freiheit auf musikalische Mission. Amerikanischer Jazz erobert die Herzen von Millionen.
Jazz bedeutet Freiheit. Doch die wachsende Bürgerrechtsbewegung zuhause zwingt die Musiker Position zu beziehen. Wieso sollen sie überall auf der Welt das Bild eines toleranten Amerika propagieren, wo zuhause die Menschenrechte der Afroamerikaner mit Füßen getreten werden? "Geheimwaffe Jazz" erzählt, wie die Musiker ihre Mission zur eigenen Geheimwaffe machen, um der Bürgerrechtsbewegung global Gehör zu verschaffen.
Als der Kalte Krieg sich in den 1950er Jahren zum Atomkrieg zuzuspitzen droht, entwirft der amerikanische Präsident Dwight Eisenhower seine Vision einer neuen Außenpolitik. Die von ihm eingerichtete Informationsagentur USIA soll den Krieg mit kulturellen Mitteln gewinnen. Der Radiosender "Voice of America", der weltweit zu empfangen ist, spielt dabei eine zentrale Rolle.
"Geheimwaffe Jazz" erzählt mit beeindruckendem Archivmaterial, wie die Jazzer ihre Musik für sich selbst und ihre Gleichberechtigung sprechen lassen.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 09.04.2021 um 22:30 Uhr auf phoenix.