Wolldecke oder Heizpilz? Wie die Gastronomie versucht, durch die kalte Jahreszeit zu kommen: Gastronom Ernst Kurz aus Winnweiler rüstet diese Woche auf: Der Außenbereich seines urigen Restaurants, die Igelborner Hütte, wird wetterfest gemacht. Kurz hat das ganze Programm im Angebot: Eine wetterfeste und zugleich luftdurchlässige Plane, Heizstrahler und Feuerkörbe - all das soll für wohlige Wärme auch im Außenbereich sorgen. Denn viele Besucher*innen wollen lieber draußen sitzen und haben in geschlossenen Räumen ein ungutes Gefühl. In der Mainzer Altstadt hoffen die Restaurants, Weinstuben und Cafés auf ein Entgegenkommen der Stadt. In der Weinstube Hottum überlegt man derzeit, wie man wirtschaftlich über den Winter kommt. Normalerweise drängen sich die Besucher*innen im Inneren dicht an dicht. Vor der Tür nur eine schmale Gasse. Noch ist unklar, wie eine Außengastronomie hier aussehen darf. Die Vorsitzende des BUND jedenfalls wettert schon gegen die Flut von Heizpilzen, die demnächst vor Restauranttüren stehen könnten, denn diese seien wahre CO2-Schleudern. Sie empfiehlt Decken und Tee, um sich aufzuwärmen. Reporter Holger Schäfer geht der Frage nach, wie es für die Gastronomie in Rheinland-Pfalz weitergeht. Aus für Oppenheimer Hallenbad - Wo sollen Kinder jetzt noch schwimmen lernen? Das Hallenbad Opptimare in Oppenheim ist in die Jahre gekommen, eine Renovierung des Bades lohnt nach Aussage der Verbandsgemeinde nicht mehr. Unter anderem sei die Dachkonstruktion nicht mehr tragfähig. Für viele Bürger*innen eine "Katastrophe mit Ansage". Hat die Verbandsgemeinde die rechtzeitige Sanierung des Bades verschlafen? Schon lange ist bekannt, dass das Bad erneuert werden muss. Weil die Renovierung sehr teuer würde, setzt die Verbandsgemeinde in Oppenheim jetzt lieber auf einen Neubau. Doch Planung und Bau eines neuen Bades könnten Jahre dauern. Und bis dahin haben die Bürger*innen vor Ort, Vereine und etwa 20 Schulen das Nachsehen. Eine ganze Grundschulgeneration habe damit in den nächsten Jahren keine Möglichkeit, schwimmen zu lernen, klagen Schulleitungen und die DLRG. Und das in einer Region, die unmittelbar an den Rhein grenzt. Reporter Andreas Heerwig hat vor Ort mit Verantwortlichen und Betroffenen gesprochen. Zweifel an der Corona-Politik - Was treibt sogenannte Querdenker und Corona-Skeptiker um? Alltagsmaske, Abstand halten, Hände waschen - manchen Menschen geht die sogenannte AHA-Regel einfach viel zu weit. Sie sorgen sich weniger um das Virus, denn um die Wirtschaft und Freiheitsrechte, sagen sie. Zu ihnen gehört auch Antoine Richard aus Mainz. Er leugnet nicht die Existenz des Virus, aber die Maßnahmen, die gehen ihm zu weit. Schon mehrfach gab es auch in Rheinland-Pfalz Demos und Kundgebungen gegen die Corona-Politik. Die Bandbreite der Zweifler*innen ist dabei groß: Von Menschen, die sich einfach Sorgen um die Zukunft machen, über Corona-Leugner, bis hin zu Verschwörungstheoretiker*innen und Rechtsextremen. Wer sind sie und was treibt sie um? Das wollte Reporter Frank Helbert wissen. Zur Sache Pin: Warum sind Reichsfahnen umstritten? Gesprächsgast: Prof. Roland Imhoff, Uni Mainz. Gerichtsbeschluss mit Folgewirkung: Kita-Schließung wegen Corona war rechtswidrig: Noch bis diesen Donnerstag steht ein Kindergarten im Mainzer Stadtteil Mainz-Mombach unter Quarantäne. Eine Erzieherin war positiv auf Corona getestet worden, woraufhin das Gesundheitsamt vorsorglich die komplette Einrichtung zumachte und Erzieher*innen und Kinder in Quarantäne schickte. Für viele Eltern unverständlich, erzählt uns ein Vater, dessen Sohn zu Hause randalierte und mit dem plötzlichen Lockdown nicht zurechtkam. Eine Erzieherin legte Widerspruch gegen die Entscheidung des Gesundheitsamtes ein und bekam Recht: Die komplette Einrichtung wegen eines Corona-Falles zu schließen, sei rechtswidrig, sagte das Verwaltungsgericht. Doch was bedeutet diese Gerichtsentscheidung für künftige Corona-Fälle? Reporter Wolfgang Heintz hat recherchiert.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 04.10.2020 um 08:15 Uhr auf tagesschau24.