Kritisch reisen: Gutes tun im Urlaub - und wer daran verdient

Film von Sonja Kolonko

Quelle: ARD-Pressebild

Immer mehr junge Reiselustige wollen zwischen Schule und Studium Freiwilligenarbeit in Entwicklungsländern leisten. Das macht sich gut im Lebenslauf. Die Nachfrage ist entsprechend groß. Neben gemeinnützigen Organisationen tummeln sich auch kommerzielle Reiseanbieter auf dem Markt. Freiwilligenarbeit im Ausland kostet: Man zahlt für die Reise, für Unterkunft und Verpflegung. Manche Anbieter stellen sogar die Teilnahme am Hilfsprojekt in Rechnung. Entstanden ist eine Branche, die teils seltsame Blüten treibt.


Immer mehr junge Reiselustige wollen zwischen Schule und Studium Freiwilligenarbeit in Entwicklungsländern leisten. Das macht sich gut im Lebenslauf. Die Nachfrage ist entsprechend groß. Neben gemeinnützigen Organisationen tummeln sich auch kommerzielle Reiseanbieter auf dem Markt. Freiwilligenarbeit im Ausland kostet: Man zahlt für die Reise, für Unterkunft und Verpflegung. Manche Anbieter stellen sogar die Teilnahme am Hilfsprojekt in Rechnung. Entstanden ist eine Branche, die teils seltsame Blüten treibt.

Gerade armen Waisenkindern will jeder gerne helfen. Aber es gibt zu wenig Waisen für die vielen Freiwilligen. So gibt es in Nepal Waisenhäuser, in denen die Kinder noch Eltern haben. Es kann vorkommen, dass Menschenhändler sie aus ärmlichen Dörfern holen. Den Eltern sagt man, dass die Kinder in der Stadt eine bessere Bildung bekämen. Die Kinder werden dann als Waisen deklariert. Und in den Waisenhäusern bekommen sie manchmal gerade das Nötigste. Vor Ort stellen die Freiwilligen fest, dass die von ihnen für die Hilfsprojekte gezahlten Zuschüsse offenbar nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil dort landen. Der Film zeigt, wie das Geld auf verschlungenen Wegen in den Taschen dubioser Reiseanbieter und ihrer Mittelsmänner landen. Sind die freiwilligen Helfer überhaupt hilfreich?

Gerne kombinieren die jungen Hilfswilligen die Freiwilligenarbeit mit einem Urlaub. So ist Bali nicht nur Touristen-Hotspot. Überall kann man hier für ein paar Wochen Kinder betreuen, Englisch unterrichten oder Schildkröten aufziehen. Wie qualifiziert die Bewerber sind, wird häufig nicht geprüft. Für die Freiwilligen ist es eine angenehme Art, Helfen und Urlaub zu verbinden. Was aber bedeutet das für diejenigen, denen sie eigentlich helfen wollen? In drei weiteren Folgen der Reportage-Reihe "Kritisch reisen" schaut 3sat an den kommenden Freitagen, jeweils ab 20.15 Uhr, hinter die Kulissen der Urlaubsindustrie und zeigt die Auswirkungen des Massentourismus auf Land und Leute.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 12.07.2019 um 16:30 Uhr auf phoenix.

12.07.2019
16:30
Livestream
Audio-Format:stereo
Bild-Format:16:9
Farbe:farbe
Audio-Beschreibung: nein
Hörhilfe: nein
HDTV: nein
Logo-Event: nein
VPS:1562941800
Schlagwörter:Dokumentation/Reportage, Reisen, Soziale Arbeit, Wirtschaft
Alternative Ausstrahlungstermine:
12.07.2019 16:30 Uhr phoenix
21.06.2019 20:15 Uhr 3sat
30.03.2019 01:30 Uhr Phoenix
29.03.2019 21:00 Uhr Phoenix
26.08.2018 11:15 Uhr tagesschau24
23.08.2018 21:45 Uhr tagesschau24
22.08.2018 22:10 Uhr WDR