

Man schrieb das Jahr 1979, als sich der damals 32-jährige Richard Copans und der Nachwuchsregisseur Robert Kramer zum ersten Mal begegneten. Kramer hatte als Mitglied des Collectif Cinélutte bereits an der Entstehung von acht Filmen mitgewirkt. Copans erfüllte sich nicht nur den Wunsch, Kameramann zu werden, sondern avancierte bald zum Produzenten, Kameraassistenten, persönlichen Gehilfen und Vertrauten von Kramer.
Während ihrer 20-jährigen Zusammenarbeit, die sie künstlerisch und freundschaftlich zusammenschweißte, schufen die beiden mehrere Filme, darunter "Route One/USA". Sie arbeiteten stets mit reduzierten Mitteln - eine Kamera, drei Objektive und ein zehnköpfiges Team - und verließen sich weniger auf eine vordefinierte Story als auf ihren cineastischen Blick.
Kramer begreift die Kameraperspektive nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich - als Rhythmus und Dialog zwischen den Zeitlichkeiten von Kameramann und Figur. Wenn er von Tanz spricht, meint er das Zusammenspiel von Kamera, Bildkompos
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 09.07.2024 um 01:25 Uhr auf arte.