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Woodstock - Drei Tage, die eine Generation prägten

Dokumentarfilm von Barak Goodman, USA 2019
95min
Quelle: Pressebild (zdfPresse)
Quelle: Pressebild (zdfPresse)

Woodstock ist zur Legende geworden, der Höhepunkt der Hippiebewegung. Im Sommer 1969 kommen eine halbe Million Menschen auf einer Farm im Bundestaat New York zum Feiern und Musikhören zusammen.

Der mit einem Oscar nominierte Regisseur Barak Goodman erinnert mit dem Dokumentarfilm daran, dass es möglich ist, friedlich und fürsorglich miteinander umzugehen, Zeichen zu setzen und Hoffnung zu schaffen, die eine ganze Generation nachhaltig prägte.

Batikklamotten, lange Haare, Haschischschwaden und eine fröhliche Schlammschlacht bei freier Liebe und Musik - diese Bilder hat man vor Augen. Ikonische Bilder, unsterblich gemacht durch einen Kinofilm.

Von diesen Dreharbeiten schlummern allerdings noch Hunderte von Stunden bislang nie gesehenes Material im Archiv. Der Regisseur Barak Goodman erhält für die deutsch-französisch-amerikanische Koproduktion Zugang zu diesem Material. Gedreht von Kamerateams, die damals im Publikum gefilmt und eingefangen haben, was den Geist von Woodstock tatsächlich ausmacht. Die wenigsten Besucher können die Musik hören oder gar die Bühne sehen. Doch immer mehr Menschen strömen auf das Gelände, längst ist jegliche Organisation oder Logistik hinfällig. Aber es bleibt friedlich.

Barak Goodmans Dokumentarfilm erzählt 50 Jahre nach dem Ereignis von den Organisatoren des Festivals, die völlig unhippiehaft ganz einfach nur Geld machen wollten und absolut unterschätzt hatten, welche Ausmaße die Veranstaltung annehmen würde. Und er erzählt aus der Perspektive von Woodstock-Besuchern, wie sie sich im Chaos selbst organisieren.

Frances Schoenberger aus Bayern ist erst wenige Wochen in Amerika und alles andere als ein Hippie. Völlig verschüchtert bestaunt sie die Nackten, die im Schlamm tanzen. Dass die völlig zugedröhnt sind mit LSD, kommt ihr nicht in den Sinn. "Alles war unfassbar friedlich, die Menschen waren einfach nur nett zueinander", erinnert sie sich. "Alles war frei und happy, alle Leute vertrauten einander." Nach Woodstock will sie nicht mehr zurück nach Bayern und macht Karriere als Journalistin in Hollywood. Woodstock zeigt der Welt, die Ende der 1960er-Jahre tief in Konflikten steckt, dass Liebe und Selbstlosigkeit möglich sind.

Der Film zeigt auch, wie Anwohner, die nichts mit Hippies im Sinn haben, die Festivalbesucher versorgen. Armeehubschrauber fliegen Proviant ein. Dabei sind die Hippies doch eigentlich gegen die Armee und den Vietnamkrieg. Man erlebt Clowns, die für die Sicherheit sorgen, und Farmer, die Joghurt und Milch für die Massen spenden. Die Kamerateams haben den Geist von Woodstock eingefangen, wie er nie zuvor zu sehen war.

Quelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 15.08.2022 um 22:30 Uhr auf 3sat.

15.08.2022
22:30
Art:Dokumentarfilm
Kategorie:Kultur
Themenbereich:Zeitgeschichte von 1945-1989
Erstsendung: ARD/NDR/BR/SWR