Bautzen

Der Konflikt - Schwerpunkt: 30 Jahre Wiedervereinigung

Quelle: Pressebild
Quelle: Pressebild

Die sächsische Stadt Bautzen bekam 2016 den Ruf als braunes Nest, nachdem eine für Asylbewerber vorgesehene Unterkunft ausbrannte. Was macht so etwas mit den Menschen dort?
Alexander Ahrens, seit 2015 Oberbürgermeister, bringt es bei einem Treffen vor den Kommunalwahlen im Mai 2019 auf den Punkt: Viele Menschen in Bautzen empfinden die leichtfertige Etikettierung ihrer Heimatstadt als rechte Hochburg als unfaire Vereinfachung, die ihrem Lebensgefühl in keiner Weise entspricht. Dass dies so ist, bestätigen ganz unterschiedliche Bautzener.


Alexander Ahrens, seit 2015 Oberbürgermeister, bringt es bei einem Treffen vor den Kommunalwahlen im Mai 2019 auf den Punkt: Viele Menschen in Bautzen empfinden die leichtfertige Etikettierung ihrer Heimatstadt als rechte Hochburg als unfaire Vereinfachung, die ihrem Lebensgefühl in keiner Weise entspricht. Dass dies so ist, bestätigen so unterschiedliche Bautzener Einwohner wie die alleinerziehende Mutter Nancy Grohmann, die in der Plattenbausiedlung Gesundbrunnen zu Hause ist, sowie der Stadtführer Andreas Thronicker, der den Touristen die Schönheit seiner Stadt und deren tausendjährige Geschichte näherbringen möchte. Das beschauliche Städtchen Bautzen, oder sorbisch Budysin, in der Oberlausitz im Südosten Sachsens bekam 2016 den Ruf als braunes Nest, nachdem eine für Asylbewerber vorgesehene Unterkunft ausbrannte. Was macht so etwas mit den Menschen dort? Die Menschen vor Ort sind frustriert, dass allein dieser Aspekt ihrer Stadt publik wird, fühlen sich stigmatisiert. Um dieser Generalisierung entgegenzuwirken und pauschalen Urteilen und Verurteilungen entgegenzutreten, hat ARTE mit der zehnteiligen Reihe eine neue Form des dokumentarischen Hinschauens und Erzählens versucht. Ein Journalistenteam war 2019 fast ein halbes Jahr vor Ort, um die Sicht vieler Einheimischer auf deren Probleme und Hoffnungen unkommentiert einzufangen. Das Wahljahr 2019 gab der Stadtgesellschaft Anlass, miteinander zu diskutieren. Dieser Diskurs und die Menschen vor Ort stehen im Zentrum der Reihe.

* Schwerpunkt: 30 Jahre Wiedervereinigung
Die deutsche Wiedervereinigung jährt sich 2020 zum 30. Mal. ARTE widmet sich dem Jubiläum in einem Schwerpunkt - in der Fiktion mit Urs Eggers letztem Film, dem Polit-Drama "Kranke Geschäfte", und Andreas Dresens "Gundermann" über den gleichnamigen Baggerfahrer und Musiker, der in den 80ern zu einem Idol vieler DDR-BürgerInnen wurde. Im dokumentarischen Bereich zeigt ARTE ein bewegendes Porträt der Eiskunstlauflegende Katharina Witt und spürt den Auswirkungen der Wiedervereinigung nach, ganz nah und ganz fern: in Bautzen 2019 und in der Antarktis 1990.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 28.09.2020 um 19:40 Uhr auf Arte.

28.09.2020
19:40
Audio-Format:stereo
Bild-Format:16:9
Farbe:farbe
Audio-Beschreibung: nein
Hörhilfe: ja
HDTV: nein
Logo-Event: nein
VPS:1601314800
Schlagwörter:Dokumentation/Reportage, 30 Jahre Deutsche Einheit, Deutschland, Menschen im Alltag
Alternative Ausstrahlungstermine:
03.10.2020 16:40 Uhr Arte
03.10.2020 16:10 Uhr Arte
03.10.2020 15:40 Uhr Arte
03.10.2020 15:10 Uhr Arte
03.10.2020 14:35 Uhr Arte
02.10.2020 19:40 Uhr Arte
01.10.2020 19:40 Uhr Arte
30.09.2020 19:40 Uhr Arte
29.09.2020 19:40 Uhr Arte
28.09.2020 19:40 Uhr Arte