

Die Dokumentation portraitiert mehrere Menschen, wie etwa Peter Heinzke. Er hat sein bisheriges Leben in einem Eifeldorf gegen eines in Köln-Nippes getauscht und sich einer Baugemeinschaft angeschlossen. Peter, obwohl schon im fortgeschrittenen Alter, lebt nun zu viert zusammen auf einer Etage, die Küche wird gemeinschaftlich geteilt.
"Ich hab noch nie in so einer aufgeräumten Küche gelebt wie jetzt", schwärmt Peter. Abends geht er auf Entdeckungstour, stürzt sich ins städtische Nachtleben. Mit dem Fahrrad. Sein Fazit: "Eigentlich ist das Leben hier auch ein bisschen wie auf dem Dorf. Es gibt keine Anonymität, die Bewohner des Areals helfen sich gegenseitig."
Wo viele Menschen dicht auf dicht miteinander leben und arbeiten, entstehen auch Bedürfnisse. Zum Beispiel nach einer schnellen Mahlzeit, ein wenig Smalltalk, einem kurzen Treffen mit Freunden oder der Austausch mit dem Nachbarn. In Duisburg-Neudorf betreibt Alex Gliemko eine Pommesbude. Sie ist so etwas wie die gute Seele im Viertel.
"Für viele bin ich die Pommesmutti, also quasi, man geht zur Mutti wat essen. Die Mutti weiß, wat man haben will, die Mutti weiß, wat schmeckt." Currywurst, Pommes und Salat. Inzwischen ist der Imbiss zu einem Treffpunkt im Stadtteil geworden. Hier treffen sich Arbeiter, Monteure und junge Mütter. Man kennt sich. "Unser Viertel ist total bunt gemischt, dat ist herrlich. Es ist hier nicht so ein anonymes Großstadtviertel, sondern halt so Kleinstadtflair", sagt Alex. Die Metropolregion Rhein-Ruhr gehört zwischen Köln und Dortmund mittlerweile weltweit zu den am dichtest besiedelten Ballungsräumen. Eine Stadt reiht sich an die andere, verbunden durch Verkehrsadern. Warum aber entscheiden sich immer mehr Menschen bewusst dafür, nicht auf dem Land, sondern in der Stadt zu leben? Ist es das üppige Angebot an Kinos, Theater und Einkaufsmeilen - oder die Nähe zur Arbeitsstelle? Wie prägt Stadt das Leben ihrer Bewohner? Und wie prägen sie die Stadt?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 25.11.2019 um 23:10 Uhr auf WDR.