Beim EU-Gipfel im Juni haben sich die Staats- und Regierungschefs darauf geeinigt, die illegale Migration über die Mittelmeerroute zu beenden. Sie stellt ein Milliarden-Geschäft für die Schlepper dar. Neun Milliarden Euro verdienen die Menschenschmuggler laut UNO Jahr für Jahr mit der Not von Flüchtlingen. Das Geschäft ist längst zur Industrie geworden. Dafür nehmen die Schlepper in Kauf, dass ihre "Ware" Mensch verdurstet oder ertrinkt, dass Frauen vergewaltigt und Kinder verkauft werden. Seit 2014 sind über 25.000 Menschen auf der Flucht gestorben, ob im Jeep durch die Sahara, im überfüllten Boot am Mittelmeer oder im Kühllaster am Weg nach Westeuropa. Häufig wissen die Flüchtenden, wieviel sie riskieren. Doch Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit treiben sie dennoch auf die lebensgefährliche Reise. Die Reportage beginnt an der Mittelmeerküste und führt zurück in die Flüchtlingsstädte in der Sahara, bis hin zum Herkunftsland der aktuell meisten Flüchtenden, Nigeria.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 11.10.2018 um 21:55 Uhr auf ORF 3.