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Die Magie der Farben (6/6)

Vom hellen Glanz zu finsteren Abgründen - Gelb

Quelle: ARD-Pressebild

Gelb, Glanz, Gold - sprachlich gehen all diese Wörter auf dieselbe Wurzel zurück und das charakterisiert auch treffend die Eigenschaft dieser hellsten aller Farben, die - wie Goethe es ausdrückte - "am nächsten am Licht" ist. Ihre symbolische Wirkung ist aber sehr ambivalent, werden doch nicht nur Sonne und Wärme mit ihr assoziiert, sondern auch Eifersucht und Neid. Im historischen Kontext hatte sie sogar eine dezidiert stigmatisierende Funktion. Noch heute fungiert Gelb als Warnsignal schlechthin. Zum Färben von Textilien konnte man auf pflanzliche Stoffe wie etwa Safran zurückgreifen, während in der Malerei schon seit der Steinzeit Ocker zum Einsatz kam. Für kräftigere Gelbtöne verwendeten Künstler vor allem mineralische Pigmente wie Verbindungen mit Schwefel, Arsen, Blei oder Zinn, die allerdings mehr oder minder giftig waren. Erst ab dem 19. Jahrhundert standen den Malern mit synthetischen Pigmenten intensiv leuchtende Gelbtöne zur Verfügung.

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Schlagwörter:Dokumentation/Reportage, Kunst, Geschichte