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Das Milliardenbusiness der Schleppermafia

Film von Tarek Khello, Christian Werner und Mark Michel

Quelle: ARD-Pressebild

Im Verborgenen werden Zehntausende Menschen nach Europa und nach Deutschland geschleust: zum Beispiel mit erschlichenen Touristen- und Studienvisa oder mit Scheinarbeitsverträgen. Die Methoden werden dabei immer raffinierter. Durch Netzwerke von Erfüllungsgehilfen auf allen Ebenen und über Grenzen hinweg verschleiern die Schlepper ihre Geschäfte.

So brachte ein syrisch-polnischer Familienverband Syrer für durchschnittlich 8.000 Euro pro Person mit erschlichenen Touristenvisa nach Deutschland. Die Chefin des Schleuserringes sitzt mittlerweile in U-Haft, der Prozess gegen die Bande soll demnächst in Berlin beginnen.

Banden- und gewerbsmäßige Schleusung betreibt auch ein deutsch-indischer Schlepperring in Eilenburg (Sachsen), ohne jedoch harte Sanktionen fürchten zu müssen, da er eine Gesetzeslücke nutzt. Die Kriminellen arrangieren Scheinehen zwischen rumänischen und tschechischen Frauen auf der einen und indischen oder pakistanischen Männern auf der anderen Seite. Kostenpunkt: 20.000 Euro. Für die staatlichen Sicherheitsorgane ist es schwer, auf nationaler Ebene erfolgreich gegen diese Banden vorzugehen.

Zwei Jahre recherchierten Reporter des ARD-Magazins "FAKT" im Milieu der Schleppermafia und hatten Kontakt zu den Köpfen der kriminellen Netzwerke. Für die Reportage sprachen sie mit Insidern und Geschleusten. Sie begleiteten auch die Ermittlungsarbeit der Bundespolizei - ein exklusiver Einblick in die wenig bekannten Methoden der international agierenden Banden.

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Schlagwörter:Dokumentation/Reportage, Migration, Recht/Justiz